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N° 2–2017: Jungfernflug von SmallGEO

25 January 2017

Europas neue vielseitige kleine geostationäre Plattform wird in den frühen Morgenstunden des 28. Januar an Bord einer Sojus zu ihrem Jungfernflug aufbrechen.

SmallGEO trägt die Telekommunikationsnutzlast Hispasat 36W-1 des spanischen Betreibers Hispasat. Diese erste Partnerschaft zwischen der ESA und einem spanischen Betreiber bietet eine hervorragende Flugerprobungsgelegenheit für die von der OHB System AG gefertigte Plattform.

SmallGEO ist seit über 25 Jahren der erste Telekommunikationssatellit, der in Deutschland entwickelt, integriert und erprobt wurde. Zudem wird bei diesem Start erstmals ein über 3 Tonnen schwerer Telekommunikationssatellit mit einer Sojus von Europas Raumflughafen in Kourou (Französisch-Guayana) aus in die Übergangsbahn zum geostationären Orbit gehievt.

Der Start ist für 02.03 Uhr MEZ am 28. Januar (22.03 Uhr Ortszeit am 27. Januar) angesetzt.

Der Satellit soll in eine geostationäre Position auf 36° westlicher Länge gebracht werden, von wo aus er Breitbanddienste für Europa, die Kanarischen Inseln und Amerika bereitstellen wird. Ermöglicht wird dies durch seine Redsat-Nutzlast, die durch die gleichzeitige Zuweisung von bis zu vier je nach Bedarf bzgl. Stärke und Ort rekonfigurierbaren Strahlen im Ku-Band eine bessere Signalqualität sowie eine flexible Landversorgung bereitstellt.

In Kombination mit einer traditionellen kommerziellen Nutzlast mit fortschrittlichen Transpondern im Ka- und Ku-Band sorgt Redsat für eine schnellere Übertragung und ist zudem in der Lage, im existierenden Standardformat empfangene Daten in den neueren DVB-Standard der zweiten Generation umzuwandeln.

Die Mission von SmallGEO und Hispasat 36W-1 wurde im Rahmen des ESA-Programms für fortgeschrittene Forschung zu Telekommunikationssystemen (ARTES) ausgearbeitet, das der Umwandlung von Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen in kommerzielle Produkte dient und dadurch einen Beitrag zur Sicherstellung des künftigen Erfolgs Europas und Kanadas auf dem stark umkämpften globalen Markt für Telekommunikationssatelliten leistet.

Der Start kann live auf der ESA-Website mitverfolgt werden.  

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Slowenien ist assoziierter Mitgliedstaat.

Außerdem arbeitet die ESA förmlich mit sechs EU-Mitgliedstaaten zusammen. Im Rahmen eines Kooperationsabkommens nimmt auch Kanada an bestimmten ESA-Programmen teil.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU bei der Verwirklichung der Programme Galileo und Copernicus und mit EUMETSAT bei der Entwicklung von Meteorologiemissionen zusammen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums. Außerdem führt sie ein umfangreiches Anwendungsprogramm zur Entwicklung von Erdbeobachtungs-, Navigations- und Telekommunikationsdiensten durch.

 

Nähere Auskunft erteilt:

ESA-Referat Medienbeziehungen

Tel.: +33 (0)1 53 69 72 99

E-Mail: media@esa.int