Erdbeobachtung und Katastrophenhilfe

Die Internationale Raumstation eignet sich als „Weltraumbasis“ zur Überwachung von Abläufen und Ereignissen auf dem gesamten Planeten. Sie ermöglicht internationale Erdbeobachtungsprojekte mit dem Ziel, die vielfältigen Umweltprobleme unseres Heimatplaneten besser zu verstehen und nach Lösungen zu suchen.

Dank ihrer überragenden technischen Ausstattung bildet die ISS einen einzigartigen Beobachtungsposten für den Blick auf die Ökosysteme der Erde. Die ISS-Astronauten können die unterschiedlichsten Phänomene in Echtzeit beobachten und darstellen. Mit ihren Kameras können sie spontan Ereignisse fotografieren, die vor ihren Augen ablaufen, und dem Bodenpersonal, das die automatischen Erderkundungssysteme der Station programmiert, bei Bedarf Anweisungen geben. Sensoren auf unbemannten Raumsonden fehlt diese Flexibilität, die vor allem bei plötzlichen Naturereignissen wie Vulkanausbrüchen oder Erdbeben von großem Nutzen ist.

Zahlreiche Nutzlasten zur Erdbeobachtung können an den Außenplattformen der ISS installiert werden. Forscher aus den Partnerländern haben bereits diverse Instrumente vorgeschlagen. Bei der Erfassung von Daten zu Weltklima, Umweltveränderungen und Naturereignissen ist gerade diese Kombination aus menschlicher Besatzung und automatischen Erdbeobachtungsnutzlasten von besonderem Vorteil.

Die bestehenden internationalen Partnerschaften, ohne die es die ISS nicht gäbe, fördern den weltweiten Datenaustausch, unterstützen die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Erdbeobachtung und kommen damit allen Menschen zugute.

Last update: 16 August 2012

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