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Meteosat image in channel 1, 21 December 1997 at 12 GMT
METEOSAT-Aufnahme im Kanal 1, am 21. Dez. 1997 um 12 WEZ. Kanal 1
Meteosat
 
Fünf geostationäre meteorologische Satelliten wurden in Umlaufbahnen geschickt. Sie bilden einen Ring um den Äquator:
  • Der Meteosat der European Space Agency (ESA)
  • GMS von Japan
  • INSAT von Indien und
  • GOES E sowie GOES W von den USA
Diese fünf Satelliten produzieren im Zusammenspiel jede halbe Stunde aktualisierte Bilder der globalen Wetterverhältnisse auf der ganzen Erde, ausgenommen von den Polarregionen (Arktis und Antarktis).  
 
Meteosat image in the thermal infrared channel, 21 December 1997
METEOSAT Bild im thermischen IR Kanal vom 21. Dez. 1997 um 12 WEZ
Meteosat dreht sich um die eigene Achse, die parallel zur Erdachse ausgerichtet ist. Er rotiert mit hoher Geschwindigkeit: 100 Mal pro Minute. Bei jeder dieser Umdrehungen tastet er einen 5 km breiten Streifen von Osten nach Westen ab. Dieser Bereich ist in 2.500 Abtastfelder aufgeteilt. Dabei wird der Scannerspiegel bei jeder Umdrehung des Satelliten neu ausgerichtet, um einen neuen Streifen erfassen zu können.

Ein Bild, das die gesamte, dem Satelliten zugewandte Erdoberfläche umfasst (also eine scheibenförmige Darstellung), besteht aus 2.500 Streifen, die innerhalb von 25 Minuten erfasst werden. Nach einer Pause von fünf Minuten beginnt der nächste Erfassungszyklus. Der kontinuierliche Informationsfluss wird zum Kontrollzentrum in Darmstadt übermittelt, wo die Daten ausgewertet werden. Gescannt wird auf drei Kanälen: Ein Kanal im sichtbarem und nahem Infrarotbereich, einer im mittleren IR und der dritte im thermischen IR-Spektrum.
 
 
Meteosat image in the water vapour channel (2), 21 December 1997
METEOSAT-Bild im Wasserdampfkanal (2), 21. Dez. 1997 um 12 WEZ
Der Kanal im sichtbaren und nahen IR-Bereich (Kanal 1) misst die Albedo für verschiedenen Oberflächen. Wolken, Schnee und Eis reflektieren stark und werden daher als hellgraue Zonen erfasst. Trockener und unbewachsener Boden wie auch Sandflächen sind ebenfalls hell, während Regionen mit Vegetation einen etwas geringeren Albedo-Wert aufweisen und dunkler abgebildet werden. Wasserflächen haben eine niedrige Albedo und sind daher sehr dunkel. Die Bilder von Kanal 1 geben dünne Wolkenformationen grau wieder, da die Erdoberfläche zum Teil durchschimmert. Das All erscheint schwarz, da das Licht im leeren Weltraum nicht reflektiert wird.

Sehen Sie die jüngsten Metesat-Aufnahmen .

Albedo-Werte für verschiedenen Oberflächentypen. Die Albedo gibt den Prozentsatz des von einer Oberfläche reflektierten Sonnenlichts an.
 
 
OberflächeAlbedo %
Wasser5-10
Wüste25-30
Neuschnee80-90
Altschnee45-70
Nadelwald5-10
Laubwald5-25
Wolken (Durchschnitt)50-55
Wolken < 150 m dick25-63
Wolken 150-300 m dick45-75
Wolken 300-600 m dick59-84
Meereis30-40
Geteerte Straβe5-10
 
 
Im thermischen Infrarot (Kanal 3) erscheinen kalte Oberflächen hell und warme dunkel. Wie im Kanal 1 bilden sich Wolken als helle Zonen ab, aber auf eine deutlich andere Weise: Die hellsten Wolken sind die kältesten und befinden sich folglich höher in der Atmosphäre. Die Temperatur fällt mit gröβerer Höhen über der Erdoberfläche stark ab. Je dunkler die Wolkenformationen erscheinen, umso tiefer liegen die betreffenden Wolken. Auf IR-Bildern kann es Schwierigkeiten bereiten, tief liegende Wolken von wolkenlosen Zonen zu unterscheiden, da die Temperaturdifferenz zwischen der Wolke und einer nassen Erdoberfläche nur gering ist. Der Weltraum erscheint auf diesem Bildmaterial weiβ, da er keine thermische IR-Energie abstrahlt.

Konsultieren Sie die jüngsten IR-Aufnahmen von Meteosat.
 
 
Der Wasserdampf-Kanal hat besondere Funktionsmerkmale, da er die Wellenlänge von Bereichen registriert, in denen die Atmosphäre nicht transparent ist, da die Strahlung zu fast 100 % absorbiert wird. Die vom Satelliten auf diesem Kanal empfangene Strahlung stammt von ansonsten unsichtbarem, in der Atmosphäre vorhandenem Wasserdampf. Daher ist es möglich, die in der Atmosphäre mitgeführten Wasserdampfmengen zu analysieren, die hochgradig mit latenter Energie aufgeladen sind. Diese Bewegungen sind ein wesentlicher Faktor für die Verteilung von Energie in der Atmosphäre. Die tropischen Regenwälder tragen zu diesem Prozess durch die Abgabe enormer Wasserdampfmengen und Energie an die gemäßigten Breiten bei. Die Bedeutung der Entwaldung in tropischen Regenwaldzonen für das Klima und die daraus erstehenden Auswirkungen auf die Verdunstung müssen noch weiter erforscht werden.

Die jüngsten Wasserdampfbilder von Meteosat.
 
 

 


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