| | |  | Ausführliche Karte des nordwestlichen Teil des Landes, die auch den Fluß Olua zeigt | | Wirbelsturm Mitch 1998
Vom Wirbelsturm Mitch verursachte Schäden Der Wirbelsturm verwüstete Teile von Honduras, Nicaragua, El Salvador und Guatemala, und wurde zum zerstörerischsten Sturm im Atlantik seit dem Großen Hurrikan von 1780. Auf seine Rechnung gingen 22 000 Menschenleben in der östlichen Karibik.
Die Zahl der Toten in Honduras erreichte fast 7000 Opfer, weitere
11.000 wurden vermißt und fast 1 Millionen waren obdachlos. In Nicaragua wurden 20 Prozent der Bevölkerung obdachlos und der Wiederaufbau dessen, was zerstört wurde, ist auf $1 Milliarde, die Hälfte des jährlichen Wirtschaftsergebnisses der Nation, geschätzt worden.
Im Norden Nicaraguas ging die gräuliche Aufgabe der Bestattung und Verbrennung der Leichen in der Nähe des Casitas Vulkans weiter, wo ein Krater mit einem See am Freitag, den 30 Oktober eingestürzt war. Zweihundert weitere Leichen wurden am Mittwoch gefunden. Hiermit stieg die Zahl der Toten auf etwa 1 600. Man befürchtete, dass bis zu 2000 Menschen den Tod gefunden haben könnten.
 | | | Überblick über Honduras | Die Behörden in Honduras und Nicaragua fürchten den Ausbruch von Cholera und anderen Krankheiten als Folge der Verwüstungen des Hurrikan Mitch. Tausende Leichen und Müll verseuchten die Trinkwasserquellen, was die Wahrscheinlichkeit eines Epidemieausbruchs erhöhte. Da die Leichenhallen die große Anzahl von toten Körpern nicht aufnehmen konnte, wurden viele Leichen in Massengräbern auf dem Land bestattet.
Die Auswirkungen des Sturms auf wichtige Exportgüter - einschließlich Kaffee, Bananen, Zucker und Erdnüsse -drohte die Wirtschaft der Region um Jahrzehnte zurückzuwerfen, eine Härtesituation, die sich auch auf Verbraucher weltweit ausgewirkt hätte. Man schätzte, dass
70% der nationalen Wirtschaftsproduktion verlorengegangen sei. Karten und Bilder der Gegend ERS-2 Radar Bild (links), das am 5. November über Honduras aufgenommen wurde.
ERS-2 Umlaufbahn Nummer (orbit) 18531, Ausschnitt no. (frame) 3285 und 3303.
Sichtbar sind einige überflutete Gegenden entlang der Mündung des Olua. Die Stadt San Pedro Sula (die als Anhäufung heller Punkte erscheint) ist am linken Bildrand zu sehen. ERS-2 SAR (Radar) Mehrzeit-Bild (links), das am 5.November 1998 und 16. Oktober 1997 aufgenommen wurde.
ERS-2 Umlaufbahnen 18531, 13020 Rahmen 3285, 3303.
Die überschwemmten Gebiete entlang der Mündung des Olua sind klar in blau zu erkennen. Bilder eines Wirbelsturms NOAA 14 Aufnahme, die am 26.Oktober um 20.31 Weltzeit, erhalten wurde. NOAA 15 Aufnahme, die am 27.Oktober um 13.00 Weltzeit, erhalten wurde. ERS-2 Scatterometer-Bild vom 27.Oktober um 16.01 Weltzeit, unweit der Küste von Honduras.
Die höchste aufgezeichnete Windgeschwindigkeit betrug 115 Knoten.
NOAA 14 Bild, empfangen am 27.Oktober um 20.21 Weltzeit.
Windgeschwindigkeit 169 Knoten.
Goes 8 Aufnahme vom 30. Oktober um 13.45 Weltzeit.
Windgeschwindigkeit 50 Knoten.
Information über den Wirbelsturm Mitch Mitch bildete sich in der südwestlichen Karibik aus einer tropischen Welle etwa 360 Meilen südlich von Kingston, Jamaika, am Spätabend des 21.Oktober 1998. Das System bewegte sich anfänglich langsam in westlicher Richtung und wuchs dann zu einem tropischen Wirbelsturm an. Mitch zog anschließend langsam nach Norden weiter, dann nordwestlich am 23. und 24. und gewann allmählich an Stärke. Am 24. drehte er nach Westen ab und entwickelte sich zum Hurrikan.
Der zentrale Druck erreichte einen Tiefstand von 905 Millibar zirka 40 Meilen südöstlich der Swan Insel am Nachmittag des 26. Dieser Druck ist der viertniedrigste, der im 20.Jahrhundert in einem Hurrikan im Atlantik gemessen wurde.
Auf dem Höhepunkt seiner Stärke wurde die über 1 Minute anhaltende Geschwindigkeit an der Oberfläche auf 320 km/h geschätzt. Nachdem er die Insel Swan passierte, begann sich Mitch allmählich abzuschwächen (am 27.) als er sich langsam gegen Bay Islands gegenüber der Küste von Honduras hin bewegte. Das Sturmzentrum streifte die Insel Guanaja und verlief dann am 29., nahe der Nordküste von Honduras. Danach schlug er eine südliche Route landeinwärts über Honduras und Guatemala ein(30. und 31.) und schwächte sich zu einem tropischen Sturm ab.
Am 5. November, verließ Mitch die Tropen und bewegte sich in Richtung Nördlicher Atlantik.
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