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ASAR
 
ASAR
 
Das größte der Envisat-Instrumente ist der verbesserte, synthetische Aperturradar ASAR (Advanced Synthetic Aperture Radar).

Das hochauflösende, abbildende Radarinstrument mit breitem Abtaststreifen eignet sich sowohl für die ortsgerichtete Erkundung als auch für die globale Überwachung von Landflächen und Meeren.  
 
Seine Hauptaufgabe besteht in der Überwachung der Umwelt und in der Erfassung von Informationen zu:

  • Merkmalen der Ozeanwellen
  • Ausdehnung und Bewegung von Meereis
  • Oberflächentopographie
  • Eigenschaften von Landflächen
  • Feuchtigkeit des Bodens und Ausdehnung von Feuchtgebieten
  • Abholzung und Ausdehnung von Wüstengebieten
  • Überwachung von Umweltkatastrophen z. B. Überschwemmungen und Erdbeben

 
 
ASAR
 
Der größte Vorteil eines SAR-Instruments für diese Erdbeobachtungsaufgaben liegt darin, dass es unabhängig von Wetterbedingungen, Wolken und Sonnenlicht Bilder aufnehmen kann. Wenn man insbesondere an die Beobachtung von Umweltkatastrophen wie Überschwemmungen oder tropischen Wirbelstürmen denkt, die typischerweise bei schlechten Wetterbedingungen stattfinden, wird die Bedeutung der Wetterunabhängigkeit deutlich.

Das ASAR ist ein sehr fortschrittliches Instrument, in dem verschiedene neue technologische Weiterentwicklungen Anwendung finden. Die sich daraus ergebenden Verbesserungen ermöglichen die Abtastung in mehr als 400 km breiten Streifen. Durch die abwechselnde Polarisation können Szenen nahezu gleichzeitig in vertikaler (V) und horizontaler (H) Polarisation betrachtet werden.
 
 
Das ASAR ist für den Betrieb in den folgenden Hauptbetriebsarten vorgesehen:

  • image (Bild),
  • wide swath (große Streifenbreiten),
  • wave (Welle),
  • alternating polarisation (unterschiedliche Polarisation),
  • global monitoring (globale Überwachung).

Im Image Mode zeichnet ASAR Daten aus relativ schmalen Streifen (100 km innerhalb eines Sichtbereichs von ungefähr 485 km) mit hoher Raumauflösung (30 m) auf. Dagegen wird im Wide Swath Mode ein wesentlich breiterer Streifen (400 km) mit einer niedrigeren Raumauflösung (150 m) abgetastet.

Im Wave Mode misst ASAR die veränderte Rückstrahlung von Radarsignalen durch die Wasseroberfläche aufgrund von oberflächlichen Ozeanwellen. In diesem Modus werden im Abstand von je 100 km Ausschnitte von 5 km × 5 km Ozeanfläche aufgezeichnet. Der Alternating Polarisation Mode ermöglicht die Abbildung von Szenen mit unterschiedlicher Sende- und Empfangspolarisation. Die Raumauflösung entspricht derjenigen beim Image Mode. Beim Global Monitoring Mode wird mit einer großen Streifenbreite (400 km) und 1000 m räumlicher Auflösung aufgezeichnet.
 
 

ASAR operation modes
ASAR
 
Die ASAR-Daten werden auf dem Boden zu Radarbildern aufbereitet, aus denen hochwertige, für Anwendungen über Landflächen, Ozean-, Küsten- und eisbedeckten Gebieten geeignete Produkte erstellt werden können.

ASAR wurde unter der Leitung von Astrium Ltd. (UK) entwickelt.
 
 

 


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