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Teilnehmer des Projekts "Mission X"
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Live-Schaltung aus dem All bildet Abschluss für "Mission X"

30/03/2015 310 views 3 likes
ESA / Space in Member States / Austria

Am selben Tag, an dem das "Mission X"-Maskottchen Astro Charlie den Mond erreichte, meldete sich ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti von der Internationalen Raumstation ISS bei Hunderten Schülerinnen und Schülern zwischen acht und zwölf Jahren, die an drei verschiedenen Orten am Boden bereits auf ihren Echtzeit-Anruf aus dem All warteten: im Muse Science Museum in Trento, Italien; im ESAC in Madrid mit der Universidad Politecnica de Madrid in Spanien; und im Naturhistorischen Museum Wien in Österreich.

Drei europäische Astronauten waren dabei

Die Kinder, die an der "Mission X"-Sonderveranstaltung mit Liveschaltung zur ISS teilnehmen durften, hatten den Tag bis dahin mit verschiedenen Lernaktivitäten verbracht. An der Veranstaltung waren auch drei europäische Astronauten beteiligt: Paolo Nespoli im Museum in Trento, Pedro Duque im ESAC und Franz Viehböck im Naturhistorischen Museum Wien. Die Kinder in Italien lernten in einem Spezial-Workshop alles über eine gesunde Ernährung im Weltall. In Wien konnten die Schülerinnen und Schüler bei einer Planetarium-Vorführung mitwirken und wissenschaftliche Vorträge besuchen, während die Kinder in Madrid die riesigen Weltraumantennen des ESAC besichtigten und mehr über die wissenschaftlichen Missionen der ESA erfuhren.

Fragen an die Astronautin

In-Flight-Call mit ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti
In-Flight-Call mit ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti

Der Liveschaltung zu Samantha gingen kurze Willkommenspräsentationen aller drei Bodenstationen voraus, die mit der freundlichen Spende des originalen Sokol-Anzugs an das Wiener Museum ihren Höhepunkt erreichten. Franz Viehböck hatte den Anzug während seiner Austromir-Mission im Jahre 1991 getragen.

Nach einigen spannenden Minuten, in denen die Missionskontrolleure in Houston die Liveschaltung vorbereiteten, durften die Schülerinnen und Schüler in Madrid, Trento und Wien endlich einen Blick auf Samantha werfen, wie sie in der Schwerelosigkeit des Columbus-Moduls der ISS umherschwebte.

Während der 20-minütigen Liveschaltung hatten die Kinder Gelegenheit, der Astronautin ihre Fragen auf der für sie meist fremden Sprache Englisch zu stellen, von denen Samantha so viele beantwortete, wie es in der kurzen Zeit möglich war.

Inspiration für die junge Generation

Schülerin aus Wien
Schülerin aus Wien

Am meisten interessierte es die Kinder, wie es ist, für sechs Monate in einer Weltraumstation gefangen zu sein. Sie fragten Samantha, ob sie dazu ein spezielles psychologisches Training absolvieren musste und ob sich die Crew auch ab und zu streiten würde, „wie man es manchmal mit den Mitschülern tut“. Darüber hinaus wurden auch Fragen rund um den Wettbewerb „Mission X – Trainiere wie ein Astronaut“ gestellt. Unter anderem wollten die Kinder mehr darüber wissen, wie das Essen im Weltraum schmeckt, warum die Lebensmittel dort trocken sind und wie es sich anfühlt, in der Schwerelosigkeit Sport zu machen.

Samantha konnte viele der Fragen beantworten und die Kinder sehr glücklich machen, bevor sie sich wieder ihren beruflichen Pflichten zuwandte. Die Veranstaltung hat wieder einmal bestätigt, dass die bemannte Raumfahrt und die Internationale Raumstation große Inspirationsquellen für jüngere Generationen darstellen und ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti ist die perfekte Botschafterin, um selbst die jüngsten Kinder dafür zu begeistern, über ein zukünftiges Studium im Bereich der Wissenschaft oder dem Ingenieurswesen nachzudenken.

Dies bewies unter anderem die Aussage eines kleinen Mädchens aus Wien, die berichtete: „Ich liebe den Weltraum und Mission X war das tollste Projekt, das ich je erlebt habe. Ich war sehr aufgeregt, Samantha auf der ISS zu sehen und zu hören, wie ihre Arbeit und ihr Leben dort oben aussehen. Vielleicht kann ich auch eines Tages ins Weltall fliegen.“

Doch die Begeisterung für eine Zukunft in der Raumfahrt wäre ohne die Unterstützung der Lehrer nicht denkbar. Angela Donini, Mathematik- und Wissenschaftslehrerin aus Trento, sagte: „Das war ein ganz besonderer Tag, vor allem die Liveschaltung zu Samantha Cristoforetti. Die Kinder waren begeistert und sehr aufgeregt, Samantha live im All anzurufen [..] Vielleicht werden einige dieser Kinder irgendwann ihre Kollegen und Kolleginnen sein.“

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