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ESA’s Star Mapper visualisation
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Weltraumforschung für zu Hause: Ideen für Kinder und Erwachsene

25/03/2020 1348 views 4 likes
ESA / Space in Member States / Austria

In diesen Tagen bleiben viele Menschen auf der ganzen Welt zu Hause. Wir haben eine Auswahl von Aktivitäten für Sie zusammengestellt, mit denen man sich die Zeit vertreiben und gleichzeitig mehr über die Weltraumforschung erfahren kann.

Astronomie vom Sessel aus

Sie könnten mit ESASky beginnen, einem Wissenschafts-Portal, das vollen Zugang zum gesamten Himmel bietet. Mit dieser offenen Wissenschaftsanwendung können Computer-, Tablet- und Mobilfunknutzer kosmische Objekte im nahen und fernen elektromagnetischen Spektrum - von Gammastrahlen bis hin zu Funkwellenlängen - visualisieren, wie sie von vielen Weltraum-Missionen der ESA und anderer Agenturen sowie von Teleskopen am Boden beobachtet werden.

Den Kosmos mit ESASky erkunden
Den Kosmos mit ESASky erkunden

Benutzer können ESASky entweder über den Explorer-Modus erleben, indem sie zufällige Objekte mit der Würfeltaste visualisieren, den Namen ihres Lieblingsobjektes eingeben und umher navigieren und die Wellenlänge und/oder das Observatorium wechseln, oder über den Wissenschaftsmodus, der es den Benutzern auch ermöglicht, relevante Daten herunterzuladen, und vieles mehr.

Die Website des ESA-Archivs für Planetenwissenschaft, die Anlaufstelle für Wissenschaftler, die Daten von Planetenmissionen der ESA für ihre Forschung verwenden, bietet auch eine Galerie-Schnittstelle, mit der die Benutzer durch Bilder und andere Datenprodukte blättern können.

Bürger-Wissenschaft

Sich mit Wissenschaftlern zusammenschließen und ihre Untersuchungen von zu Hause aus unterstützen? Das geht als Bürger-Wissenschafter. Jeder kann sich an echter Spitzenforschung in vielen Bereichen der Wissenschaften beteiligen. Es gibt viele bürgerwissenschaftliche Projekte, die online verfügbar sind, vor allem auf The Zooniverse, der weltweit größten und populärsten Plattform für von Bürgern betriebene Forschung.

Eines der bekanntesten Projekte ist Galaxy Zoo, das 2007 ins Leben gerufen wurde, um Freiwillige einzuladen, Astronomen bei der visuellen Inspektion und Klassifizierung der Formen von Galaxien in astronomischen Bildern zu unterstützen. Hunderttausende von Freiwilligen machen mit, was zu Dutzenden von Veröffentlichungen führte, die auf der gemeinsamen Arbeit von Wissenschaftlern aus der Bevölkerung beruhen.

Im vergangenen Jahr startete ein Team von Astronomen, Planetenwissenschaftlern und Software-Ingenieuren der ESA und anderer Forschungsinstitute den Hubble Asteroid Hunter, ein wissenschaftliches Bürgerprojekt mit einer Sammlung von Archivbildern des NASA/ESA-Weltraumteleskops Hubble, bei dem Berechnungen darauf hindeuten, dass ein Asteroid zum Zeitpunkt der Beobachtung das Sichtfeld durchquert haben könnte.

Im Vordergrund zu sehender Asteroid, der den Krebsnebel passiert, identifiziert von einem der Freiwilligen des Hubble Asteroid Hunter-Projekts
Im Vordergrund zu sehender Asteroid, der den Krebsnebel passiert, identifiziert von einem der Freiwilligen des Hubble Asteroid Hunter-Projekts

Durch die Identifizierung der auf diesen Bildern möglicherweise vorhandenen Asteroiden und die genaue Markierung ihrer Spuren können die Freiwilligen dieses von Zooniverse angetriebenen Projekts den Wissenschaftlern helfen, die Bestimmung der Asteroidenbahn zu verbessern und diese Objekte besser zu charakterisieren. Das bedeutet, dass sie die Orbits und zukünftigen Bahnen bekannter und bisher unbekannter Asteroiden mit größerer Präzision als bisher bestimmen können.

Erforschung der Sterne in der Milchstraße

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Warten auf Gaia: eine Reihe von Interviews mit Wissenschaftlern, die an der Erstellung und Validierung der in der zweiten Gaia-Datenveröffentlichung enthaltenen Daten gearbeitet haben
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Eine weitere Möglichkeit, mehr über unseren Platz im Kosmos zu erfahren, ist der Star Mapper der ESA, eine interaktive Visualisierung zur Erforschung des Himmels, wie er von der Hipparcos-Mission vermessen wurde. Hipparcos war von 1989 bis 1993 aktiv und die erste Weltraum-Astrometrie-Mission, die präzise Messungen der Positionen, Bewegungen und Entfernungen von mehr als 100 000 Sternen ausführte und einen großen Einfluss auf viele Bereiche der astronomischen Forschung hatte.

Der Nachfolgerin von Hipparcos, die ESA-Mission Gaia, wurde 2013 gestartet und hat mehr als eine Milliarde Sterne mit bisher unerreichter Präzision vermessen. Die erste und zweite Gaia-Datenveröffentlichung hat viele Bereiche der Astronomie revolutioniert, und es stehen weitere neue Entdeckungen an.

Die Benutzer können einen Teil der Daten der zweiten Datenveröffentlichung der Mission durch eine andere interaktive Visualisierung, Gaia's Stellar Family Portrait, erkunden und mehr über das Hertzsprung-Russell-Diagramm erfahren, ein grundlegendes Werkzeug in der Astronomie zur Untersuchung der Sternentwicklung.

Darüber hinaus ist es auch möglich, die Gaia-Daten mit Gaia Sky, einer am Astronomischen Rechen-Institut (Zentrum für Astronomie, Universität Heidelberg) entwickelten 3D Echtzeit- Visualisierungssoftware, zu vertiefen. Gaia Sky enthält eine Simulation unseres Sonnensystems, eine Ansicht der Daten der zweiten Gaia-Datenveröffentlichung sowie zusätzliche astronomische und kosmologische Daten zur Visualisierung von Sternhaufen, nahen Galaxien, entfernten Galaxien und Quasaren sowie des kosmischen Mikrowellenhintergrunds.

Raumfahrt für Kinder

Die neue ESA Kids Seite
Die neue ESA Kids Seite

Die ESA Kids-Website (DE), des ESA Education Office, enthält viele Materialien und Aktivitäten, um Kinder zu Hause zu unterhalten, während die Schulen geschlossen sind, und um in der Zwischenzeit über Wissenschaft und Weltraum zu lernen. Außerdem findet ein monatlicher Malwettbewerb statt.

Für diejenigen, die Zugang zu Papier und einem Drucker haben, gibt es auch die Möglichkeit, Papiermodelle zu bauen:

- Rosetta und Philae

- Exoplaneten-Mission Cheops

- Ein stellarer Globus auf der Grundlage von Daten der Hipparcos-Mission

- BepiColombo Memory

- Weitere Weltraumforschungs-Satelliten

- Der Erdbeobachtungs-Satellit Aeolus

- Einer der Satelliten des globalen Navigationssystems Galileo

- Ariane-5-Trägerrakete

- Das Columbus-Labor an Bord der Internationalen Raumstation

Außerdem finden Sie unten eine Auswahl an animierten Videos, die einige der weltraumwissenschaftlichen Missionen der ESA zur Erforschung von Planeten und anderen Himmelskörpern in unserem Sonnensystem und darüber hinaus zeigen (diese Videos sind in mehreren Sprachen verfügbar).

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Die Abenteuer von Rosetta und Philae
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BepiColombos Abenteuer - Teil 1: Auf zur Startrampe!
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Cheops, auf der Suche nach Exoplaneten
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Paxi, das ESA-Maskottchen erforscht Planeten!
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This article was published on 20 March 2020.

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