Agency

Der bunte Rock der Andromeda

02/05/2011 771 views 1 likes
ESA / Space in Member States / Germany

Die ESA-Weltraumteleskope haben unsere Nachbargalaxie, den auch als M 31 bezeichneten Andromeda-Nebel, in unterschiedlichen Wellenlängen aufgenommen. Die meisten dieser Wellenlängen sind für das menschliche Auge nicht ohne Hilfsmittel sichtbar, und jede bringt eine andere Facette dieser Galaxie zutage.

Ebenso wie das menschliche Auge nehmen Teleskope von der Erde aus zwar die verschiedenen, leuchtenden Sterne der Andromeda-Galaxie war, doch dieses sichtbare Licht stellt lediglich einen Bruchteil des elektromagnetischen Spektrums dar. Viele für uns nicht wahrnehmbare Wellenlängen werden erst durch die in der Erdumlaufbahn befindlichen ESA-Teleskope sichtbar.

So kartiert der Planck-Satellit beispielsweise langwellige Mikrowellen-Strahlung. Dabei werden ultrakalte Staubpartikel detektiert, die eine Temperatur von nur wenigen Zehnteln über dem absoluten Nullpunkt (0 K/−273,15 °C) aufweisen. Etwas wärmere Stäube erkennt das Herschel-Weltraumteleskop im Infrarot- Spektrum. Dieser Staub ist typisch für die Spiralarme der Andromeda-Galaxie, wo derzeit neue Sterne entstehen.

Das XMM-Newton-Teleskop detektiert UV- und Röntgenstrahlung, die kurzwelliger ist als das für uns sichtbare Licht. Die in diesem Wellenlängenbereich sichtbaren älteren Sterne stehen entweder kurz vor ihrem Lebensende oder sind bereits explodiert und senden gewaltige Druckwellen durch den Weltraum. XMM-Newton beobachtet den Kernbereich der Andromeda-Galaxie bereits seit 2002 und konnte so zahlreiche veränderliche Sterne nachweisen, von denen einige große, als Novae bekannte Sternenexplosionen durchlaufen haben.

Im ultravioletten Spektrum werden auch extrem massereiche Sterne sichtbar. Dabei handelt es sich um junge, kurzlebige Sterne. Sie verbrauchen ihren nuklearen Brennstoff typischerweise innerhalb von einigen Dutzend Jahrmillionen und explodieren dann in einer Supernova. Das ultraviolette Licht wird gewöhnlich von Staubpartikeln absorbiert und als Infrarot-Strahlung wieder abgegeben. Deshalb kann es nur in relativ klaren, staubfreien Regionen der Andromeda- Galaxie direkt beobachtet werden. Im Verbund liefern diese Beobachtungen ein facettenreiches Gesamtbild von Andromeda, anhand dessen Astronomen den Lebenszyklus von Sternen verfolgen können.

Related Links

Science & Exploration

XMM-Newton overview

01/01/1970 28468 views
Open item
Andromeda: our nearest large galactic neighbour
Science & Exploration

Andromeda’s once and future stars

05/01/2011 7267 views 10 likes
Read
Giant star IRC+10216
Science & Exploration

Recipe for water: just add starlight

02/09/2010 1691 views 5 likes
Read
The Herschel and Planck AAAF Grand Prix 2010 award ceremony
Science & Exploration

Herschel and Planck win the French Grand Prix

10/06/2010 1082 views 0 likes
Read
NGC 1999: Truly a hole in space.
Science & Exploration

Herschel finds a hole in space

11/05/2010 8466 views 29 likes
Read
The white dwarf and its companion
Science & Exploration

XMM-Newton uncovers a celestial Rosetta stone

03/09/2009 1716 views 1 likes
Read
Artist's impression of galaxy and HLX-1 (blue star to the left)
Science & Exploration

XMM-Newton discovers a new class of black holes

01/07/2009 4720 views 22 likes
Read
Illustration of a magnetar
Science & Exploration

Giant eruption reveals 'dead' star

16/06/2009 2337 views 2 likes
Read
Messier 82
Science & Exploration

XMM-Newton exclusive photo: Messier 82

08/04/2009 1506 views 1 likes
Read
Science & Exploration

Planck’s new view of the cosmic theatre

11/01/2011 6800 views 14 likes
Read
The microwave sky as seen by Planck
Science & Exploration

Planck unveils the Universe – now and then

05/07/2010 16517 views 29 likes
Read
Planck image of a region in the Orion Nebula
Science & Exploration

Planck highlights the complexity of star formation

26/04/2010 3260 views 4 likes
Read