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Sentinel-1B in Startposition

22/04/2016 581 views 3 likes
ESA / Space in Member States / Germany

Kurz vor dem Start wartet der nächste Sentinel-Satellit des europäischen Umweltbeobachtungsprogramms einsatzbereit auf der Startrampe des europäischen Weltraumbahnhofs in Kourou, Französisch-Guayana.

Sentinel-1B wird heute, am 22. April um 23:02 MESZ (21:02 GMT) an Bord einer Sojus-Trägerrakete in den Weltraum fliegen. Die Trägerrakete wird dabei auch einige weitere, kleinere Satelliten mitnehmen.

Die Sojus-Trägerrakete wurde am 19.April zum Startplatz befördert, dicht gefolgt von ihrer Verkleidung und der empfindlichen Fracht, die an der Rakete hochgezogen und schließlich an ihrer Spitze befestigt wurden.

Sojus-Trägerrakete auf dem Weg zur Startposition
Sojus-Trägerrakete auf dem Weg zur Startposition

Die Mission Sentinel-1 besteht aus zwei Satelliten. Sentinel-1A wurde vor zwei Jahren von Kourou aus ins All geschossen und wird nun Gesellschaft vom baugleichen Satelliten Sentinel-1B bekommen.

Beide Satelliten sind mit einem hochauflösenden Radar ausgestattet, der die Erdoberfläche abbildet – bei Tag und bei Nacht und sogar durch Wolken und Regen hindurch.

Die Zwillingssatelliten umkreisen die Erde 180° voneinander entfernt. Das optimiert die globale Abdeckung sowie die Datenlieferungen an die Copernicus-Dienste.

Die Mission stellt Radarbilder für eine ganze Reihe an Dienstleistungen und Anwendungen zur Verfügung, die sowohl unseren Alltag erleichtern als auch dabei helfen, zu verstehen, wie sich unser Planet verändert.

Der obere Teil der Rakete im Startturm
Der obere Teil der Rakete im Startturm

So liefert die Mission Sentinel-1 Daten zum Überwachen des arktischen Meereises, der marinen Umwelt und der Landoberfläche, um gefährliche Bewegungen vorauszusagen, sowie zum Kartografieren von Wäldern.

Darüber hinaus nimmt die Sojus-Trägerrakete drei CubeSat-Satelliten mit ins All. Diese kleinen Satelliten, die jeweils gerade mal 10×10×11 Zentimeter messen, wurden von Universitätsstudenten im Rahmen des ESA-Programms „Fly Your Satellite!“ entwickelt.

Der letzte Passagier ist der Microscope-Satellit der französischen Raumfahrtagentur CNES.

Am 20. April führten Teams im ESA-Missionskontrollzentrum in Deutschland und in Kourou eine "Generalprobe" durch – ein wichtiger Meilenstein vor dem Start heute Abend.

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