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Start einer Sojus-Rakete
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„Space Propulsion Conference 2014“ in Köln – Vierte Konferenz über künftige Antriebssysteme von Raketen und Satelliten

25/04/2014 1041 views 5 likes
ESA / Space in Member States / Germany

Ohne Antriebstechnik würde es keine Raumfahrt geben. Die gesamte Raumfahrtindustrie basiert auf der Fähigkeit, in und durch das Weltall zu fliegen. In Köln werden sich vom 19. bis zum 22. Mai auf der „Space Propulsion Conference 2014“ Hunderte Experten aus allen Teilen der Welt treffen, um den aktuellen Stand der Antriebstechnik und ihre künftige Entwicklung zu diskutieren.

Die Konferenz wird gemeinsam von der Association Aeronautique et Astronautique de France (AAAF) und der ESA organisiert, mit Unterstützung der französischen Raumfahrtagentur CNES und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Sir Isaac Newton fasste 1687 als Erster das Grundprinzip der Raumfahrt zusammen: „Jede Aktion ruft eine entsprechende Gegenreaktion hervor.“ Damals sollte es jedoch noch mehrere Hundert Jahre dauern, bis sein Gesetz sich tatsächlich in einem Hochvakuum nachweisen ließ.

Vor einem Jahrhundert meldete der Raktenpionier Robert Goddard die Patente für die erste Flüssigkeitsrakete und die erste mehrstufige Trägerrakete an. Er war der Überzeugung, dass Newtons Gesetz der Beweis dafür sei, dass Raketenmotoren auch in luftleeren Räumen funktionieren - eine Behauptung, die 1920 in einer Ausgabe derNew York Timesöffentlich verhöhnt wurde (die offizielle Entschuldigung der Tageszeitung erfolgte nach der Mondlandung von 1969).

Kölner Konferenz als führende Plattform für den Austausch über Raumfahrtantriebe

Herstellung einer Raketen-Brennkammer
Herstellung einer Raketen-Brennkammer

Ein Jahrhundert nach den revolutionären Patentanmeldungen von Goddard wird nun die „Space Propulsion Conference 2014“ in Köln einen umfassenden Einblick in den aktuellen Stand der Raketenantriebssysteme gewähren. Sie ist die führende Plattform für die Förderung und Vorbereitung zukünftiger Aktivitäten im Bereich der Raumfahrtantriebe.

In ihrem vierten Jahr begrüßt die Konferenz Raketenspezialisten verschiedener Raumfahrtagenturen und Unternehmen. Am Eröffnungstag stehen Plenarsitzungen und Expertenrunden auf dem Programm, in denen über die zukünftige Entwicklungsrichtung von Raumfahrtantrieben diskutiert werden soll.

Die ESA wird auf der Konferenz vertreten durch Generaldirektor Jean-Jacques Dordain, Gaele Winters, Direktor für Trägersysteme, und Franco Ongaro, Direktor für Technisches und Qualitätsmanagement.

Zu den weiteren Teilnehmern zählen der CNES-Präsident Jean-Yves Le Gall, der DLR-Vorstandsvorsitzende Johann-Dietrich Wörner, der Generaldirektor der britischen Raumfahrtagentur, David Parker, der außerordentliche Kommissar der italienischen Raumfahrtagentur ASI, Aldo Sandulli sowie Jim Adams, stellvertretender Cheftechniker der NASA.

Experten verschiedener europäischer Luft- und Raumfahrtunternehmen werden erwartet

Produktion einer Ariane 5-Rakete
Produktion einer Ariane 5-Rakete

Am Eröffnungstag werden zudem zahlreiche Führungskräfte und technische Direktoren führender europäischer Luft- und Raumfahrtunternehmen erwartet, die ihre Meinungen zur Zukunft von Raumfahrzeugen und Raumtransport – aus den verschiedenen Blickwinkeln als Generalunternehmer, Missionsbetreiber und Hardware-Lieferanten – beitragen werden.

Die drei darauffolgenden Veranstaltungstage umfassen detaillierte technische Präsentationen sowie eine Ausstellung.

Die Präsentationen der ESA konzentrieren sich unter anderem auf die Antriebs-Testanlagen der Organisation, die Fortschritte im Bereich der chemischen und elektrischen Antriebsforschung und -entwicklung, innovative ESA-Missionen wie die Merkur-Sonde BepiColombo mit Ionenantrieb sowie auf die Entwicklung des Designs der geplanten Ariane-6-Rakete.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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