ESAESA Lokale Nachrichten Deutschland
   
Über ESA
ESA Fakten und ZahlenHäufige Fragen
ESA in Deutschland
ESOC DarmstadtEAC Köln
ESA-Zentren in Europa
HeadquartersESTECESRINESACEurope's Spaceport
Multimedia
Online VideoarchivMultimedia GallerySatellitenbilder
Pressecenter
Pressemitteilungen
Mehr zum Thema Weltraum
AstronautenPartner in der Raumfahrt in DeutschlandLinks
ESA im Web
ESA bei Twitter ESA bei Livestream ESA bei Flickr ESA auf YouTube
Dienste
KalenderAnmelden
 
 
 
Bookmark and Share
 
 
 
 
 
printer friendly page
Collage verschiedener Asteroiden
Zeugung aus dem All?
 
Kometen bestehen im Wesentlichen aus dem Eis und dem Staub jener interstellaren Wolke, aus dem vor 4,4 Milliarden Jahren das Sonnensystem entstand. Sie gelten damit als eine Art „Leitfossil“. In ihnen sind sämtliche physikalische als auch chemisch-mineralogische Prozesse aus den Geburtswehen manifestiert.
 
Satellitengestützte Messungen, vor allem die Ergebnisse der Raumsonden-Armada zur Erkundung des Kometen Halley 1986 – Vega 1 + 2 (UdSSR), Giotto (Europa), Sakigake + Suisei (Japan), ISEE-3/ICE, Deep Impact/Epoxi, Deep Space 1 und Stardust (alle USA) – aber auch extrem genaue terrestrische Beobachtungen haben das Bild der kosmischen Vagabunden in den letzten zwei Jahrzehnten revolutioniert.

Beispiel Halley: Pro Stunde verliert sein Kern in Sonnennähe rund 18 Tonnen Gas und 20 Tonnen Staub. Die Gase bestehen überwiegend aus Wasser (80 Prozent) und enthalten vor allem Kohlenmonoxid, Methan, Kohlendioxid, Ammoniak, Stickstoff, Formaldehyd und Blausäure. Der Staub wiederum enthält gesteinsbildende Verbindungen sowie eine organische Komponente. Diese besteht primär aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und etwas Schwefel. Erstmals fand man Polymere, die aus langen Molekülketten aufgebaut sind.

Die Erkenntnis, dass Kometen komplexe organische Moleküle enthalten, konnte bei späteren Beobachtungen weiterer Objekte bestätigt werden. „Solche Moleküle sind aber auch Bausteine des Lebens. Wir erwarten daher von der Rosetta-Mission entscheidende Hilfe bei der Frage, ob das Leben in einer Ursuppe mit Blitzentladungen auf der Erde entstanden ist, oder ob es im Weltall vorgebildet und mit kometenähnlichen Körpern auf die Erde gebracht wurde“, erklärte Berndt Feuerbacher, wissenschaftlicher Initiator der Landeeinheit von Rosetta. Dies ist ein Hauptziel der Rosetta-Mission.

Neueste Forschungsergebnisse unterstreichen zudem, dass sich die Grundbausteine des Lebens sogar unter extremen Bedingungen relativ leicht und spontan im ganzen Universum bilden können. Anfang 2002 gelang es erstmals hochmolekulare Verbindungen, darunter wichtige Aminosäuren, in künstlich erzeugtem interstellaren Eis nachzuweisen. Dieser Befund, an dem auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Aeronomie in Katlenburg-Lindau beteiligt waren, stärkt die Auffassung, dass wichtige Grundbausteine des Lebens bereits im All entstehen und in zahlreichen Regionen des Kosmos zu finden sind. Kometen könnten diese Lebensbausteine in ihrem eisigen Kern konserviert und bei einer Kollision mit Planeten freigesetzt haben. Ein wichtiges Ziel der ESA-Raumsonde Rosetta ist es deshalb, direkt auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko nach Lebensbausteinen zu suchen. Entstand das Leben auf der Erde einst aus der Kometenbrühe?  
 

 
 
Hintergrundartikel
Rosetta: Europa auf Kometenjagd (Web Special)Von Giotto zu Rosetta und PhilaeKometen: Die aus der Kälte kommenKosmisches Billard: Mit der Schwungkraft planetarer SchwerkraftfelderRosettas Tankstationen„Swinging“ Rosetta: Im Fokus Erde und MondKurzbesuch bei AsteroidenAsteroiden – Bauschutt des SonnensystemsSteins: Ein Diamant unter Rosettas LupeNächste Station: LutetiaLandung auf einem SchneeballDem Sonnentod entgegenRosettas Nervenzentrum: Das ESOC-Kontrollzentrum in DarmstadtForschungsinstrumente auf dem Rosetta-OrbiterForschungsinstrumente auf dem Rosetta-Lander PhilaeDie Rosetta-Kometenmission mit dem Lander Philae
Links zum Thema
ESA Rosetta SpecialESA Science - RosettaESA Science and Technology - RosettaDLR Rosetta SpecialMPG-Seite zu RosettaAstrium
 
 
 
   Copyright 2000 - 2012 © European Space Agency. All rights reserved.