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Mars Express entdeckt Spuren von Wasser - Präsentation der ersten wissenschaftlichen Ergebnisse
ESA PR 06-2004. Mars Express, der erste Marsorbiter der ESA, wird am 28. Januar seine endgültige Umlaufbahn erreichen, hat jedoch seit dem Einschalten seines ersten Instruments am 5. Januar bereits beeindruckende Ergebnisse geliefert. Die Bedeutung dieser Daten wurde von Wissenschaftlern auf der heutigen Pressekonferenz im Raumflugkontrollzentrum der ESA in Darmstadt hervorgehoben.
Eines der Hauptziele der Mission Mars Express besteht darin, Wasser in einem seiner chemischen Zustände aufzuspüren. Bei der ersten Kartierung der Südpolkappe am 18. Januar hat das Instrument OMEGA, eine Kombination aus Kamera und Infrarotspektrometer, bereits Wassereis und Kohlensäureeis entdeckt. Diese Information wurde vom Instrument PFS, einem neuen hochauflösenden Spektrometer von bisher unerreichter Genauigkeit, bestätigt. Die ersten PFS-Daten zeigen außerdem, daß die Verteilung von Kohlenoxid in der nördlichen und der südlichen Hemisphäre des Mars unterschiedlich ist.
Mit ASPERA, einem Instrument zur Analyse von Plasma und energiereichen neutralen Atomen, soll die grundlegende Frage beantwortet werden, ob das Fehlen von Wasser auf dem Mars auf die Erosion durch den Sonnenwind zurückzuführen ist. Die ersten Ergebnisse zeigen Unterschiede zwischen dem Einwirkungsbereich des Sonnenwinds und den auf der anderen Seite des Mars vorgenommenen Messungen. Ein weiteres interessantes Experiment wurde während der ersten je am Mars vorgenommenen Sternenverdunkelung mit dem Instrument SPICAM (Spektrometer für den ultravioletten und den infraroten Bereich) durchgeführt: Es hat gleichzeitig die Verteilung von Ozon und Wasserdampf gemessen, was noch nie versucht worden war, und dabei herausgefunden, daß es dort, wo weniger Ozon ist, mehr Wasserdampf gibt.
Das Ergebnis ist ein spektakuläres, 24 m breites und 1,3 m hohes Bild, das am Ende der Pressekonferenz von einer Gruppe Zehnjähriger durch den Konferenzsaal getragen wurde.
Deutschlands Ministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, die auch den ESA-Rat auf Ministerebene leitet, sagte auf der Pressekonferenz: „Europa kann stolz sein auf diese Mission: Mars Express ist ein riesiger Erfolg für das europäische Weltraumprogramm.“
Nähere Auskunft erteilt: ESA Referat Medienbeziehungen Tel.: +33 (0)1 53 69 71 55 Fax: +33 (0)1 53 69 76 90
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