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Sind wir alleine im Weltall?
Artist's impression of the Cluster constellation
The Cluster constellation

Kann ET die Erde „sprechen“ hören?

Mit ihren vier Cluster-Satelliten hat die ESA herausgefunden, dass sowohl die Erde als auch andere Planeten dem Rest der Galaxie auf ihre Weise zurufen können: „Hier bin ich!“. Die Botschaften der Planeten können jedoch nur mit großen Radioteleskopen gehört und verstanden werden. Wenn Außerirdische die natürlichen Funksignale der Erde auffangen, hören sie ein Zirpen und Pfeifen, das ein wenig an R2-D2, den Roboter aus „Krieg der Sterne“ erinnert.

Derzeit sind sogar die modernsten Teleskope noch nicht leistungsfähig genug, um im Umkreis von fernen Sternen Planeten von der Größe der Erde zu entdecken. Dasselbe Problem stellt sich außerirdischen Astronomen - der Versuch, die Erde zu finden, wäre wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Doch künden die Funksignale, die unser Planet aussendet - und die 10.000-mal stärker sind als die stärksten militärischen Radarsignale - ganz deutlich vom Vorhandensein der Erde.
Earth's chirps and whistles, click on the top right to listen

Die Wissenschaftler wissen seit den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts, dass Planeten mit Magnetfeldern (zu denen die Erde, der Jupiter und der Saturn gehören) starke Funksignale abstrahlen. Diese Abstrahlungen werden jeweils hoch über dem Planeten durch die gleichen Sonnenteilchen erzeugt, die auch dafür sorgen, dass ein Polarlicht den darunter liegenden Himmel erleuchtet. Bisher waren die Astronomen davon ausgegangen, dass sich diese Funkwellen wie das Licht einer Taschenlampe in einem immer breiter werdenden Kegel in den Weltraum fortpflanzen. Dank Cluster wissen wir jetzt, dass dies nicht stimmt.

Jedes Mal, wenn solche Stöße von Funkwellen nacheinander an den einzelnen Satelliten vorbeikamen, konnten die Wissenschaftler deren Größe und Position berechnen. Es hat sich gezeigt, dass die Signale sich als schmaler Strahl durch den Weltraum bewegen. Dadurch ist es sehr viel einfacher, genau zu bestimmen, woher sie kommen. In der Zukunft können wir vielleicht außerirdische Welten finden, indem wir unsere Empfangsgeräte auf ihr Zirpen und Pfeifen ausrichten.

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