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Schlafen an Bord der ISS

13 Januar 2014
Hattest du schon mal einen Jetlag, weil du während eines Fluges mehrere Zeitzonen durchquert hast? Solche Langstreckenflüge sorgen oft für schlaflose Nächte, und tagsüber fühlt man sich wie gerädert. Doch wie geht es der Mannschaft der Internationalen Raumstation ISS, die in 24 Stunden 16 Sonnenauf- und Sonnenuntergänge erlebt?

Genau wie wir leiden auch Astronauten im All unter Schlafproblemen. Stress, eine hohe Arbeitsbelastung, Hintergrundlärm, Licht und die Luftqualität können die innere Uhr aus dem Rhythmus bringen. Das Ärzteteam vom Europäischen Astronautenzentrum (EAC) arbeitet unter anderem daran, die Störfaktoren für die Astronauten so weit wie möglich abzuschwächen.

Obwohl die Unterteilung in Tag und Nacht im All schwierig ist, richten sich die Mannschaften auf der ISS nach einem 24-Stunden-Zeitplan auf Basis der Greenwich Mean Time (GMT). Von Montag bis Freitag folgen sie einer strukturierten Routine: zehn Stunden Arbeit gefolgt von acht Stunden Schlaf. Ihre Mahlzeiten nehmen sie zu festen Zeiten ein, aber auch Pausenzeiten, Einsatzbesprechungen, Gespräche mit Familie und Freunden sowie Freizeit, in der sich die Astronauten zurückziehen können, sind festgelegt.

Nespoli sleeps in Harmony
Nespoli inside sleeping bag in Harmony
Den Samstag verbringen sie mit noch mehr Arbeit sowie Wartungs- und Reinigungsaufgaben, haben aber auch Zeit für sich. Der Sonntag gilt zwar als Ruhetag, aber viele Astronauten arbeiten an diesem Tag freiwillig – entweder an wissenschaftlichen Experimenten oder sie führen Wartungsarbeiten durch. Hin und wieder wird die tägliche Routine jedoch von unvorhergesehenen Ereignissen oder andockenden Raumfahrzeugen unterbrochen.

Schlaftabletten sind meistens nicht notwendig. Falls aber doch einmal ein Astronaut einen Jetlag bekommt, kann er Melatonin einnehmen. Medikamente können aber auch Nebenwirkungen haben, z. B. Benommenheit oder Schwierigkeiten beim Aufwachen. Das Astronautenzentrum testet Medikamente auf ihre Nebenwirkungen, denn die können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein.

Darüber hinaus experimentieren die Ärzte auch mit farbigem Licht. Blaues Licht in der Raumstation, das helles Sonnenlicht imitiert, könnte dem Körper beim Aufwachen helfen. Rotes Licht hingegen könnte das Einschlafen der Astronauten fördern.

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