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Wasserwelt
Der Wasserstand des Aralsees ist seit den 1960-er Jahren um 13 Meter gesunken

Seen

Seen stellen besonders in armen Ländern wertvolle Wasser- und Nahrungsmittelquellen dar. Eine übermäßige Nutzung, die Umweltverschmutzung und die Klimaveränderung wirken sich jedoch oft schädlich auf sie aus. Aus dem Weltraum können Veränderungen der Größe und des Uferverlaufs unserer Seen problemlos festgestellt werden.

Derartige Informationen sind für schlecht zugängliche Gebiete und arme Länder sehr kostbar. An ihnen erkennen wir, wie die Wasserstände durch Landwirtschaft und Wetter beeinflusst werden. Sie können auch die Bevölkerung in der Nähe von Gewässern vor Überschwemmungen warnen.

Mit Informationen über Temperatur, Farbe und Verschmutzung liefern die Satelliten außerdem wichtige Hinweise über den Zustand der Seen.

Eines der drastischsten Beispiele ist der Aralsee in Kasachstan. Der einst viertgrößte See der Welt ist in den letzten 45 Jahren auf weniger als die Hälfte seiner ursprünglichen Größe zusammengeschrumpft.

Bilder von Satelliten wie Envisat von der ESA zeigen, wie aus den Flüssen, die den Aralsee einmal speisten, durch das Eingreifen des Menschen nunmehr kleine Rinnsale geworden sind. Der See hat sich dadurch in zwei Teilseen aufgespalten. Seine Ufer sind heute mit 40.000 Quadratkilometern Wüste aus weißem, salzhaltigen Boden gesäumt.

Im Weltraum stationierte Radarinstrumente können auch messen, wie sich die Wasserstände der Seen und der in sie mündenden Flüsse ändern. In einem Großteil des Aralsees ist der Wasserstand seit den 1960-er Jahren um 14 Meter gesunken. Die Bemühungen zur Anhebung des Wasserstands und zur Verringerung des Salzgehalts im nördlichen Teil des Sees haben allerdings in den vergangenen Jahren gewisse Erfolge gezeigt.
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