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Close-up view of SMART-1's stationary plasma thruster
 

Segeln im Weltall

Bisher wurden bei fast allen Raumfahrtmissionen Raketenantriebe eingesetzt, die chemische Antriebsstoffe verwenden. Leider sind diese nicht sehr effektiv. So machte beispielsweise beim ESA-Satelliten Rosetta der Treibstoff allein mehr als die Hälfte des Startgewichts aus.

Die ESA arbeitet nun daran, die an Bord mitzuführende Treibstoffmenge zu verringern. Eine Möglichkeit ist ein Ionenantrieb, bei dem mit Hilfe eines elektrischen 'Gewehrs' Gas in das All geschossen wird.
Obwohl der Vorwärtsschub dieses Triebwerks zwar recht schwach ausfällt, steigert sich allmählich die Geschwindigkeit. Sie nimmt so stark zu, bis das Raumfahrzeug schließlich mit hohem Tempo durch das All fliegt.
SMART-1 artist's impression
 
Ein solcher Ionenantrieb wurde auf der Reise von SMART-1 zum Mond mit Erfolg getestet. Das Triebwerk erzeugte 10-mal mehr Schub als ein normaler Raketenantrieb pro Kilogramm verbrauchtem Antriebsstoff.
Außerdem beschäftigt sich die ESA mit Raumsonden, die anstelle von Triebwerken Sonnensegel verwenden. Solche Raumfahrzeuge sollen von dem Sonnenlicht, das auf ein großes, spiegelndes Segel einfällt, zu anderen Planeten geschoben werden. Nach vielen Monaten könnten sie eine Geschwindigkeit von 360.000 km/h erreichen.
Eine weitere Möglichkeit, Treibstoff zu sparen und das Gewicht zu verringern, besteht darin, die Geschwindigkeit zu drosseln und durch die obere Atmosphäre des jeweiligen Planeten zu fliegen. Die ESA plant die Konstruktion einer solchen Raumsonde, die in eine Umlaufbahn um den Planeten eintreten soll mit Hilfe dieser 'Luftbremse'.
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