News

Schrumpfende Ozonlöcher


Fuelling Earth’s climate system
 
Fuelling Earth’s climate system
 
 
11 Februar 2013
 
Loading...

Ozonloch über der Antarktis: 2011 und 2012

Seit Anfang der achtziger Jahre bilden sich jedes Jahr riesige Löcher in der Ozonschicht hoch über den Polarregionen der Erde. Satelliten wie ERS-2 und Envisat (beide ESA) verfolgen die Entwicklung und Ausdehnung dieser Löcher. Manche erreichten bereits die Größe Europas.
 
Mittlerweile steigt die Ozonkonzentration jedoch und es sieht so aus, als ob das Loch über der Antarktis langsam verschwindet. Eigentlich ist die Nachricht sogar noch besser: Die vom Ozonsensor des europäischen MetOp-Wettersatelliten gesammelten Daten zeigen, dass das Antarktisloch 2012 die geringste Ausdehnung der letzten 10 Jahre aufwies.

Ozon ist eine bestimmte Form von Sauerstoff. In der Stratosphäre, 20–50 km über der Erde, finden sich kleine Menge dieses Gases. Diese Schicht schützt uns vor den ultravioletten Strahlen der Sonne, einer Hauptursache für Hautkrebs.
 
 
South Pole ozone
 
Ozon am Südpol
 
 
Die Entwicklung der Ozonschicht wird durch das Zusammenspiel der Faktoren Atmosphärenchemie, Wind und Temperatur beeinflusst. Ungewöhnliche Wetter- und Atmosphärenbedingungen können extreme Auswirkungen auf die Schicht haben, wie zum Beispiel im Frühjahr 2011, als über der Arktis ein Rekordtiefstand an Ozon beobachtet wurde.

Die Luftverschmutzung durch den Menschen ist allerdings die Hauptursache für Ozonschwund. Unter Beteiligung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) in hohen Luftschichten zerfällt Ozon. Wenn der Frühling auch in der Arktis an Kraft gewinnt, werden wieder mehr Ozonmoleküle durch verstärkte Sonneneinstrahlung und in Gegenwart von FCKW zu Sauerstoff zerfallen. Ein einziges Chlormolekül kann die Aufspaltung Tausender Ozonmoleküle bewirken.

Obwohl FCKW seit 1987 verboten sind, halten sie sich über viele Jahre hinweg in der Atmosphäre. Es kann bis etwa 2050 dauern, bis die Menge an Chlor wieder auf den niedrigen Stand der sechziger Jahre gefallen ist. Bis dahin wird man die saisonalen Änderungen der Ozonschicht weiterhin mithilfe von Satelliten beobachten.