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Aschewolken sorgen für Chaos im Flugverkehr

1 Juni 2011
Zum zweiten Mal innerhalb von einem Jahr hat ein Vulkanausbruch in Island für Chaos in weiten Teilen Europas gesorgt. Das Problem entstand durch Wolken von Vulkanasche, die viele Kilometer in die Höhe geschleudert wurde. Für die in Vulkannähe lebenden Isländer hat sich das Leben drastisch geändert. Eine Schicht brauner Asche bedeckt Häuser, Straßen und Felder. Die riesigen Wolken sind aber auch um Tausende Kilometer über Europa hinweggezogen und haben zahlreiche Flugausfälle verursacht.

Der erste Ausbruch begann im März 2010, als der Vulkan Eyjafjallajökull anfing, Dampf- und Aschewolken auszustoßen. Während der darauf folgenden Monate wurden wegen der Ausbreitung der feinen Teilchen über Europa Tausende Flüge abgesagt. Mit dem Ende der Eruption kehrte auch im Flugverkehr wieder die Normalität ein. Dann, am 21. Mai 2011, fing der Vulkan Grimsvötn an, Asche weit nach oben in die Atmosphäre auszustoßen. Diese Eruption war zwar stärker als die vorherige, hörte aber glücklicherweise ziemlich schnell wieder auf. Ende Mai war der Flugverkehr wieder ungestört.

Eines der Hauptprobleme der Fluglinien und Regierungen während solcher Eruptionen besteht darin, die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten. Wenn Flugzeuge Aschewolken durchfliegen, dringen Ascheteilchen in die Turbinen und können deren Ausfall verursachen. Außerdem kann Vulkanasche die Außenseite der Flugzeuge schwer beschädigen. Deshalb ist es grundlegend wichtig, die Bewegung der Wolke zu beobachten und festzustellen, wie dick sie ist.

Glücklicherweise sind erdumlaufende Satelliten wie etwa ESAs Envisat in der Lage, diese Aschewolken abzubilden. Sie können auch Gase wie Schwefeldioxid erkennen, die hoch in die Atmosphäre geschleudert werden und oft die Flughöhe von Linienflugzeugen erreichen. Diese Informationen werden an spezielle Beratungsstellen (Volcanic Ash Advisory Centres) gesendet, die das Risiko für den Flugverkehr beurteilen und Warnungen ausgeben.

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