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Auf Wiedersehen, Envisat


Envisat
 
Envisat
 
 
9 Mai 2012
 
Nach zehn Jahren beeindruckender Ergebnisse ist die Envisat-Mission nun vorbei.
 
Bereits am 8. April war die Kommunikationsverbindung mit dem Satelliten verloren gegangen. Seitdem ist es den Ingenieuren leider nicht gelungen, den Kontakt wieder aufzubauen.

Das Envisat-Team versucht momentan, anhand von Bildern des Bodenradars und des französischen Satelliten Pleiades herauszufinden, wie es um den Satelliten steht. Außerdem soll noch zwei Monate lang versucht werden, Kontakt mit Envisat aufzunehmen.
 
 
 
Die zehn Instrumente an Bord von Envisat haben uns in den letzten Jahren eine Vielzahl wichtiger Daten zu unserem Heimatplaneten geliefert. So wurden wir beispielsweise Zeugen des Eisschwunds im Nordpolarmeer, der zunehmenden Luftverschmutzung in Asien und der Größenveränderungen am Ozonloch über der Antarktis.

Envisat-Bilder halfen uns auch, die Auswirkungen der Waldabholzung zu untersuchen sowie Erdbeben und Vulkanausbrüche besser zu verstehen.

Diese wertvollen Daten werden der Nutzergemeinschaft nun fehlen. Umso wichtiger wird es, die Envisat-Nachfolgesatelliten „Sentinel“ möglichst bald in Betrieb zu nehmen.