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    6. Fakten: Das Cluster-Quartett und seine wissenschaftliche Nutzlast

    Schnittbild einer Cluster-Sonde

    Kenndaten der vier Satelliten

    Namen der Satelliten  
    Cluster 5 Rumba (Phönix)
    Cluster 6 Salsa
    Cluster 7 Samba
    Cluster 8 Tango
    Durchmesser 2,90 Meter
    Höhe 1,30 Meter
    Startmasse 1200 Kilogramm, davon Treibstoffvorrat 650 Kilogramm
    Nutzlast 71 Kilogramm (11 wissenschaftliche Geräte)
    Jeder Satellit ist mit zwei Antennenauslegern, zwei 5 Meter langen Experimentauslegern und vier 50 Meter langen Experiment-Drahtauslegern ausgestattet.
    Energieversorgung Solarzellen mit 224 Watt Leistung
    Datenspeicherkapazität 7,5 Gigabyte
    Datenstrom zur Erde 2 bis 262 Kilobyte /Sekunde
    Lebensdauer geplant: 27 Monate (bis Ende 2002/Anfang 2003)
    Das Science Programme Committee der ESA hat die Cluster-Mission mehrfach verlängert, aktuell bis Dezember 2012 mit einer Option bis 2014.

    Trägerrakete und Start

    Trägerrakete Sojus-Fregat
    Gesamtlänge 42,5 Meter
    max. Durchmesser 10,30 Meter
    Startmasse 303 Tonnen
    Startort Kosmodrom Baikonur (Kasachstan), Startplatz 31 „Wostok", Plattform 6
    Start zwei Doppelstarts
    Start 1 16. Juli 2000 mit Cluster 6 und Cluster 7
    Start 2 9. August 2000 mit Cluster 5 und Cluster 8
    Flugbahn  
    Umlaufbahn elliptische polare Orbits zwischen 19 000 und 119 000 Kilometern
    Umlaufzeit 54 bis 57 Stunden
    Bahnneigung 64,8 bis 90 Grad
    Abstände zwischen den Satelliten 40 bis 10 000 Kilometer

    Betrieb, Bau und Beteiligte

    Missionsbetriebszentrum European Space Operations Centre ESOC in Darmstadt
    wiss. Betriebszentrum Joint Science Operations Centre at Rutherford Appleton Laboratory, Didcot, UK
    Bodenstationen Villafranca und Maspalomas (Spanien)
    Kosten  
    2 Trägerraketen 127 Mill. DM (65 Mill. Euro)
    4 Satelliten 615 Mill. DM (315 Mill. Euro)
    Auftraggeber Europäische Weltraumbehörde ESA, Paris
    Hauptauftragnehmer  
    Cluster Dornier Satellitensysteme in Friedrichshafen (heute: Astrium GmbH)
    Träger russisch-französisches Konsortium Starsem
    Beteiligte Nationen (in alphabetischer Reihenfolge) Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Irland, Israel, Italien, Japan, Niederlande, Norwegen, Österreich, Russland, Schweden, Schweiz, Tschechische Republik, Ungarn, USA

    Ziel der Cluster-II-Mission: Erkundung der Wechselbeziehungen zwischen der Sonne und der irdischen Magnetosphäre mit vier baugleichen Satelliten und identischer Nutzlast

    Wissenschaftliche Nutzlast

    ASPOC Active Spacecraft Potential Control Experiment
    Instrument zur aktiven Kontrolle des Raumfahrzeugpotentials
    CIS Cluster Ion Spectrometer Experiment
    Ionenmassenspektrometer
    DWP Digital Wave Processing Experiment
    Prozessor für Wellenexperimente
    EDI Electron Drift Instrument
    Vermessung des elektrischen Feldes durch Bestimmung von Elektronendriften
    EFW Electric Field and Wave Experiment
    Instrument zur Messung des elektrischen Feldes
    FGM Fluxgate Magnetometer
    Instrument zur Bestimmung der Magnetfeldstärke
    PEACE Plasma Electron And Current Experiment
    Elektronenmessinstrument für Energien bis 20 Kilo-Elektronenvolt
    RAPID Research with Adaptive Particle Imaging Detectors
    Ionenmassenspektrometer und Elektronendetektor für Energien > 20 Kilo-Elektronenvolt
    STAFF Spatio-Temporal Analysis of Field Fluctuation Experiment
    Analyse raumzeitlicher Fluktuationen des elektromagnetischen Feldes
    WDB Wide Band Data Instrument
    Bestimmung elektromagnetischer Wellen und Wellenformen
    WHISPER Waves of High frequency and Sounder for Probing the Electron density by Relaxation
    Experiment zur Bestimmung der Elektronendichte hochfrequenter Plasmawellen

    Alle vier Cluster-Satelliten sind mit obigen elf Instrumenten gleichermaßen ausgestattet.

    Deutsche Beteiligung

    EDI Unter Federführung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching entwickelt.
    Mit EDI wird ein Elektronenstrahl in den Raum geschossen, der wieder zum Satelliten zurückkehrt. Aus den Einstellparametern lässt sich das elektrische Feld in der näheren Umgebung der Satelliten ableiten.
    RAPID Unter Federführung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau entwickelt.
    RAPID ist ein Teilchendetektor. Mit ihm lassen sich energetische Teilchen des Sonnenwindes bestimmen.

    Darüber hinaus sind Wissenschaftler-Gruppen der Max-Planck-Institute für extraterrestrische Physik und für Sonnensystemforschung am Gerät CIS sowie Wissenschaftler-Gruppen der TU Braunschweig und der Universität Köln am Magnetometer beteiligt. Mit ihm kann das Magnetfeld der Erde am Ort der Satelliten sehr präzise gemessen werden.

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                  • Links zum Thema
                  • Cluster overview
                  • Starsem
                  • MPI für Sonnensystem- forschung
                  • MPI für extraterrestrische Physik

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