Abenteuer Raumfahrt - Ausstellung macht Weltraumforschung „begreifbar“

Plakat der Ausstellung

Das Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim verwandelt sich unterstüzt von der ESA vom 28. September 2006 bis 9. April 2007 in eine temporäre Raumstation. Unter dem Titel „Abenteuer Raumfahrt – Aufbruch ins All“ zeigt die Ausstellung, wie Raumfahrt fasziniert und funktioniert.

Die ESA unterstützt die Sondersausstellung mit zahlreichen Exponaten wie etwa einem Modell der internationalen Raumstation ISS oder dem Nachbau der Raumsonde Giotto in Originalgröße sowie eindrucksvollen Bildern, Videos und Simulationssoftware.

Wie funktioniert die Erforschung fremder Planeten? Wie erkennt man Schwarze Löcher? Was muss man können, um Astronaut zu werden? Wie können Satelliten Umweltkatastrophen frühzeitig erkennen und dadurch Gefahren eingrenzen? Diese und viele weitere Fragen zu fernen Planeten, Galaxien, Dunkler Materie oder Gammastrahlen werden auf der mit 2500 Quadratmetern größten Raumfahrtausstellung Deutschlands anschaulich und spielerisch einfach beantwortet. Viele interaktive Stationen laden zum Mitmachen und selber Ausprobieren ein. Auf diese Weise will die Ausstellung „Abenteuer Raumfahrt“ Interesse und Neugier am Thema wecken und die Menschen einladen, das Weltall zu erkunden. Die ESA leistet durch das zur Verfügung gestellte Ausstellungsmaterial einen wichtigen Beitrag hierzu.

Sojus-Modul aus der russischen Raumfahrt

Besonders die Satelliten- und Sondenmodelle im „Forschungslabor“, einer Halle, die sich mit den verschiedenen Weltraummissionen befasst, veranschaulichen den aktuellen Stand der Wissenschaft: Flüge zum Mond, planetare Atmosphärenforschung, Suche nach Leben oder Missionen zum Mars.

Ready for „Take-off“?

Der Besucher der Ausstellung begibt sich auf eine imaginäre Reise ins Weltall. Er durchläuft die verschiedenen Auswahlverfahren und Trainingsphasen eines Astronauten und erlebt einen inszenierten Raketenstart mit. Als vorübergehendes Crew-Mitglied nimmt er teil am Alltag der Astronauten und kann nachvollziehen, wie sie oft monatelang auf engstem Raum leben und arbeiten.

Ehemaliger russischer Mond-Rover "Lunakhod"

Sicher wieder in die Erdatmosphäre zurückgekehrt, geht das Abenteuer weiter; schließlich macht die bemannte Raumfahrt nur einen Teil der Weltraumforschung aus. Zahlreiche große Originalexponate von Sonden und Satelliten veranschaulichen den aktuellen Stand in den Bereichen Planetenerkundung, Erdbeobachtung und Klimaforschung. Um zu verstehen, wie schwer es ist, ein Marsfahrzeug zu steuern, können die Besucher selbst einen Marsrover lenken. Eine 60 Quadratmeter große Weltraumkarte der Region Mannheim, auf der jedes einzelne Haus zu erkennen ist, demonstriert die hohe Genauigkeit der Satellitenkartographie.

„All-tägliches“ aus der Raumfahrtforschung

Alltägliche Anwendungsgebiete von Fernsehsatelliten und Navigationssystemen verdeutlichen, dass Raumfahrt aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Genaue Wettervorhersagen, kostengünstige und rauschfreie Telefongespräche oder die CD-Rom als Datenträger wurden zum Beispiel erst durch die Raumfahrt möglich.

Für die jüngeren Besucher wird das Thema Raumfahrt mit spielerischen Elementen und spannenden Experimenten erlebbar gemacht. Unter dem Motto „Space for kids“ sollen Kinder ab dem Vorschulalter durch „Begreifen“ und Anfassen an die zum Teil sehr komplexen Themen herangeführt werden. Die sechsmonatige Ausstellung wird umrandet von einem großen Rahmenprogramm mit Vorträgen und Besuchen von Astronauten und Wissenschaftlern aus aller Welt.

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