Bundeskanzlerin Merkel spricht mit der ISS

Bundeskanzlerin Merkel beim Inflight call mit der ISS
15 Februar 2008

“Wir sind stolz - als Deutsche und als Europäer - dass wir mit dem Columbus Modul einen Beitrag zur ISS leisten können. Europa hat nun eine permanente Basis für Forschung im All,“ betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Beginn ihres In-Flight-Calls mit den ESA Astronauten Hans Schlegel und Léopold Eyharts gestern in Berlin.

Bundeskanzlerin Merkel, ESA Generaldirektor Jean-Jacques Dordain, Prof. Jan Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR und Evert Dudok, CEO von Astrium Satellites, trafen sich heute zusammen mit Wirtschaftsminister Michael Glos im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin, um aus erster Hand Informationen über den derzeitigen Stand der Columbus Aktivitäten von den beiden Astronauten zu beziehen. Über 100 Medienvertreter und 300 Gäste nahmen and der Veranstaltung teil. Die Teilnehmer im All waren STS-122 Kommandant Steve Frick, Missions Spezialisten Hans Schlegel und Daniel Tani, Stationskommandantin Peggy Whitson sowie die Flugingenieure Yuri Malenchenko und Léopold Eyharts.

ESA-Generaldirektor Dordain spricht mit den Astronauten an Bord der ISS

Um 15:55 MEZ wurde die Direktverbindung mit der ISS hergestellt, und die Bundeskanzlerin sprach mit den Astronauten, wobei sie betonte, dass Columbus Europas Bekenntnis zu Weltraumaktivitäten symbolisiere.

Sie war sehr daran interessiert zu erfahren, wie sich der deutsche ESA Astronaut Hans Schlegel während der Inbetriebnahme von Columbus gefühlt habe. „Die ganze Crew hat sich dabei sehr gut gefühlt,“ sagte Schlegel. Er berichtete begeistert von seinem vorgestrigen Außenbordeinstatz, während dessen er einen neuen Stickstofftank auf einem P1 Träger angebracht hatte.

Schlegel schwärmte vom Anblick der Erde aus einer solchen Perspektive: “Mir war, als sei die Erde nichts weiter als ein großes Mutterschiff. Die Farben sind so weich, und ich hoffe ehrlich, dass die Bilder, die wir hinab auf die Erde schicken, jedermanns Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit der Erde wachrütteln.“

ISS and Atlantis crew join ESA astronauts for in-flight call
ISS und Atlantis Crew zusammen mit den ESA-Astronauten

ESA Generaldirektor Jean-Jacques Dordain drückte dem französischen ESA Astronauten Léopold Eyharts gegenüber seine Überzeugung aus, dass die europäischen Wissenschaftler Columbus erfolgreich nutzen werden, und er wagte einen Einblick in die zukünftige Nutzung der ISS.

Er wies darauf hin, dass (die Sichtbarkeit von) Columbus die Raumstation verändert habe. Dordain sprach ebenfalls mit dem russischen Kosmonatuen Yuri Malenchenko, der das Andocken des europäischen Transporters ATV (Automated Transfer Vehicle) an das russische Modul unterstützen wird.

Merkel und Dordain beendeten den In-Flight-Call mit ihren besten Wünschen für die ISS Crew und den Rest der STS-122 Mission, welche am Mittwoch, den 20. Februar mit der Rückkehr des Shuttle Atlantis in Cape Canaveral beendet sein wird.

Aufzeichnung des Gesprächs

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