Die Zukunft beginnt heute”- Ein Schritt näher an der ,Cosmic Vision 2015-2025’

An inspiring Hubble mosaic of Stephan's Quintet
19 April 2007

Begeisterung und zahlreiche Reaktionen der wissenschaftlichen Gemeinde Europas zeichnen den ersten Schritt der Festlegung des wissenschaftlichen ESA-Programms für den Zeitraum 2015-2025 aus. „Die Zukunft beginnt heute”, erklärte ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain der Gemeinde am 11. April 2007.

Ende März 2007 gingen bei der ESA mehr als 60 ,Absichtsschreiben' als Reaktion auf den Ideenaufruf zu Beginn desselben Monats ein. Darin drücken europäische Weltraumforschungsteams ihre Absicht aus, Vorschläge für neue wissenschaftliche Missionen einzureichen und stellen bereits vorläufige Konzepte vor.

Im Vergleich zum letzten Aufruf im Oktober 1999 gingen 50 % mehr Antworten ein. Diese Konzepte müssen nun zu ausführlichen Vorschlägen ausgearbeitet und der ESA bis zum 29. Juni 2007 vorgelegt werden,” so Sergio Volonte, ESA-Leiter des Büros für wissenschaftliche Planung und Koordinierung. Die Missionskonzepte reichen von der Erforschung des Jupiter und seines Mondes Europa über die satellitengestützte Untersuchung der aus dem Urknall stammenden Strahlung bis hin zum Testen von Theorien über die Inflation des Universums.

Mit dabei sind außerdem Konzepte für Missionen zur Untersuchung erdnaher Asteroiden sowie Satelliteneinsätze zur Suche nach Wasser auf dem Saturnmond Enceladus. Darüber hinaus soll mithilfe von Raumsonden die Wahrheit über die Schwerkraft als eine der grundlegenden Kräfte der Natur überprüft werden.

Die nächsten Schritte

Jean-Jacques Dordain
ESA's Director General, Mr. Jean-Jacques Dordain

Am 29. Juni 2007 erhält die ESA detaillierte Missionsvorschläge. Von Oktober 2007 bis Mitte 2009 wird das ESA-Komitee Space Science Advisory gemeinsam mit wissenschaftlichen Arbeitsgruppen die Vorschläge prüfen und vorläufig drei Missionen der Klasse M sowie drei Missionen der Klasse L auswählen.

Missionen der Klasse M sind Projekte mittleren Umfangs, deren Kosten für die ESA 300 Millionen Euro nicht überschreiten. Als Missionen der Klasse L werden Großprojekte mit einem Kostendach von maximal 650 Millionen Euro bezeichnet.

Bis Ende 2009 werden von diesen drei M- und drei L-Missionen (sowie LISA) zwei Missionen der Klasse M und zwei der Klasse L in die engere Wahl für die Definitionsphase (oder ,Missionsphase A’) gezogen. Diese Phase wird zwischen Anfang 2010 und Mitte 2011 auf Wettbewerbsbasis unter europäischen Unternehmen ausgetragen.

Bis Ende 2011 wird schließlich eine Mission der Klasse M und eine der Klasse L zur Umsetzung übernommen. Der Start der ausgewählten Missionen ist für 2017 bzw. 2018 vorgesehen.

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