ESAs Satellitenwinzling Proba feiert fünf Jahre im Weltall

23 Oktober 2006

Am 22. Oktober 2001 wurde Proba zur Demonstration einer neuen Technologie im Rahmen des General Support Technology-Programms der ESA in den Weltraum befördert. Kaum befand sich der Kleinsatellit in der Umlaufbahn, zeigte sich jedoch, dass er durch seine einzigartigen Fähigkeiten und seine Leistung bedeutend zur wissenschaftlichen Forschung beitragen konnte. So wurde seine geplante Lebensdauer zum Zweck einer Erdbeobachtungsmission ausgedehnt.

Dank der überragenden Leistungsfähigkeit seiner Plattform ist der ursprünglich für eine zweijährige Mission entwickelte Satellit Proba (Project for On Board Autonomy) noch immer vollständig funktionsfähig und wissenschaftlich produktiv. Er beweist somit, dass sich kleine Satelliten nicht nur zum kostengünstigen Testen neuer Technologien, sondern durchaus auch für Weltraummissionen eignen.

Mit Abmessungen von nur 60 x 60 x 80 cm erledigt Proba Lenkung, Navigation, Kontrolle, Bordplanung sowie Nutzlast-Ressourcenverwaltung vollkommen selbständig. Seine beiden abbildenden Systeme CHRIS (Compact High Resolution Imaging Spectrometer) und die Schwarzweiß-HRC (High Resolution Camera) haben über 10.000 Aufnahmen von mehr als 1.000 Orten angefertigt. Auch SREM (Standard Radiation Environment Monitor) und DEBIE (Debris Evaluator), die zwei Erdbeobachtungsinstrumente an Bord, haben wichtige Ergebnisse geliefert.

Die Zukunft

Niau, French Polynesia
Niau, French Polynesia (Proba)

Dieser kürzliche Erfolg von Kleinsatellitenmissionen signalisiert, dass der Sektor in den letzten Jahren ausgereift ist und der Entwicklung dieser kostengünstigen Satelliten aller Wahrscheinlichkeit nach sehr große Bedeutung zukommen wird. „Die Gemeinde der Proba-Benutzer hofft, dass die Mission der Raumsonde noch weit über dieses fünfjährige Jubiläum hinaus andauert“, so Bianca Hörsch, ESA-Managerin für Third Party-Missionen.

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