Ringklumpen und Fäden

Ein Blick auf Saturns B-Ring

28 September 2012

Klumpige Partikel in Saturns B-Ring bilden einen auffallenden Kontrast zu den fein strukturierten Ringen, die in dem restlichen Teil der Aufnahme der Raumsonde Cassini zu sehen sind.

Der B-Ring ist der größte und hellste der Ringe des Gasriesen. Der äußere Teilbereich des Rings ist im linken Bereich dieses Bildes zu sehen. Das Bild zeigt die Außenbereiche des Saturnringsystems, dessen größter und hellster Teil der B-Ring ist.

Die äußere Kante des Rings wird durch den Mond Mimas beeinflusst. Mimas umkreist den Planeten einmal alle zwei Rotationen, die die eisigen Ringpartikel vollführen.

Man glaubt, dass diese periodischen Gravitationsstörungen die Ringpartikel zu Klumpen zusammendrücken und gleichzeitig für die scharfe Abgrenzung des Rings verantwortlich sind.

Außerhalb des B-Rings liegt die Huygens-Teilung, die breiteste dunkle Lücke in diesem Bild, die nur durch den hellen Huygens-Ring unterbrochen wird. Die 4800 km breite Cassinische Teilung trennt den B-Ring vom äußersten A-Ring. Sie selbst ist abgegrenzt durch schwache, konzentrische Fäden aus Ringmaterial.

Von der Erde aus erscheint die Teilung als eine dünne, schwarze Lücke im Saturnring, Nahaufnahmen der Raumsonde bilden jedoch die feingliedrigen Strukturen im Detail ab.

Dieses Bild wurde im sichtbaren Licht mit der hoch vergrößernden Kamera der Cassini-Raumsonde am 10. Juli 2009 aus 320 000 km Entfernung zum Saturn aufgenommen.

Cassini ist eine gemeinsame Mission der ESA, NASA und ASI und umkreist Saturn seit 2004. Sie ist in ihrer zweiten verlängerten Missionsphase, die so genannte Cassini Solstice Mission, die noch bis 2017 andauern wird.

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