Gib dem Rosetta-Landegerät einen Namen und fliege zum Raketenstart nach Kourou!

Rosetta-Raumsonde im Orbit um den Kometen
4 Dezember 2003

Darmstadt – Wenn Anfang 2004 eine Ariane-5 Rakete die ESA-Sonde ROSETTA in den Weltraum befördert, ist ein kleines Landemodul ebenfalls an Bord. Es wurde von einem Konsortium von elf Partnern aus acht europäischen Ländern entwickelt und soll im Jahr 2014 auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko landen.

Die Raumfahrtagenturen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Ungarn laden Jugendliche aus diesen Ländern ein, dem Landemodul einen Namen zu geben und damit an einer der aufregendsten Weltraummissionen unserer Zeit teilzunehmen.

Kometen zählen zu den aktivsten Objekten in unserem Sonnensystem. Sie zu erforschen, gar ein Landemodule auf ihre Oberfläche zu setzen, gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der Geschichte der Weltraumforschung. Ende Februar startet die Kometenmission der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA. Die Mission heißt ROSETTA, aber das Landegerät trägt bislang keinen Namen.

Keine Frage: ein solches Weltraumfahrzeug kann nicht namenlos bleiben. Die ESA unterstützt die Initiativen von Deutschland, Frankreich, Italien und Ungarn, einen Namenswettbewerb für das Landegerät auszuschreiben. Der Wettbewerb steht allen Jugendlichen aus diesen Ländern im Alter zwischen 12 und 25 Jahren offen. Im Zeitraum vom 1. Dezember bis zum 5. Januar können die Namensvorschläge einschließlich einer Begründung eingesandt werden. Danach werden im Januar 2004 die Gewinner ermittelt.

Der erste Preis ist eine Reise an den Startplatz der Rosetta-Mission zum europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch Guyana. Der zweite Gewinner wird eingeladen, den Start der Rosetta-Mission während einer Live-Übertragung im Weltraumkontrollzentrum der ESA in Darmstadt mitzuerleben.

Über die jeweiligen Webseiten der nationalen Agenturen erhalten die Teilnehmer weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

http://www.dlr.de
http://www.cnes.fr
http://www.asi.it
http://www.rmki.kfki.hu

Artist view of the Rosetta lander
Visualisierung des Landesmoduls von Rosetta - noch ohne Namen!

RICHTLINIEN FÜR DIE NAMENSGEBUNG

Der vorgeschlagene Name muss:
- eine Verbindung zur europäischen Kultur haben
- eine Verbindung zur ROSETTA-Mission haben
- leicht verständlich sein
- keine Verbindung zu kommerziellen Produkten oder Aktivitäten besitzen
- keine Verbindung zu anderen Raumfahrtprojekten oder Aktivitäten
besitzen
- keine Verbindung zu einer lebenden Person besitzen
- keine Verbindung zu religiösen oder politischen Aspekten besitzen.

Die Partner des ROSETTA Landegerätes sind:

- Agenzia Spatiale Italiana (ASI), Roma, Matera
- Centre national d Ètudes Spatiales (CNES), Paris, Toulouse
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Köln und Bonn (DLR)
- Max-Planck-Institut für Aeronomie (MPAe), Katlenburg-Lindau
- Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE), Garching
- European Space Agency, Paris, Noordwijk, Darmstadt (ESA, ESTEC, ESOC)
- Finnish Meteorological Institute (FMI), Helsinki
- Institut für Weltraumforschung, Graz (IWF)
- Irish Space Technology Institute, Maynooth(STÌL)
- Particle Physics & Astronomy Research Council (PPARC), London
- KFKI Research Institute for Particle and Nuclear Physics (KFKI-RMKI), Budapest

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