Neuer ESA-Träger Vega bereit für Jungfernflug

Vega VV01
3 Februar 2012

Die Europäische Weltraumorganisation wird am 13. Februar den ersten Qualifikationsflug ihres neuen Vega-Trägers durchführen.

Die erste Vega, mit der die Kapazitäten der europäischen Trägerfamilie erweitert werden, wird vom europäischen Raumflughafen in Kourou, Französisch-Guayana, aus starten und neun Satelliten auf einmal in die Umlaufbahn bringen.

Der Start der ersten Mission VV01 ist innerhalb eines zweistündigen Startfensters zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr WEZ (11.00-13.00 Uhr MEZ, 07.00-09.00 Uhr Ortszeit) vorgesehen.

Dieser erste Flug stellt den Höhepunkt der neunjährigen Entwicklungsarbeit der ESA und ihrer Partner, der italienischen Raumfahrtagentur, ASI, und dem Hauptauftragnehmer für die Entwicklung des Trägers, ELV SpA, dar.

Das Vega-Programm wurde von sieben ESA-Mitgliedstaaten (Belgien, Frankreich, Italien, Niederlande, Spanien, Schweden und Schweiz) unterstützt.

Die Vega wurde entwickelt, um eine sichere, zuverlässige, wettbewerbsfähige und effiziente Startkapazität für europäische wissenschaftliche und Erdbeobachtungsnutzlasten bereitzustellen und ist je nach Art und Höhe der von den Kunden gewünschten Umlaufbahn für Nutzlasten von 300 bis 2 500 kg einsetzbar.

Das jüngste Mitglied der europäischen Trägerfamilie ergänzt die anderen bereits für Startdienste in Französisch-Guayana verfügbaren Träger, den Schwerlastträger Ariane-5 und die im Oktober 2011 eingeführte mittelgroße Sojus.

Die Nutzlast der ersten Mission besteht aus zwei italienischen Satelliten - dem Forschungssatelliten LARES (Laser Relativity Satellite) der ASI und dem Satelliten ALMASat-1 der Universität Bologna - sowie sieben von europäischen Universitäten gestellten Nanosatelliten: e-St@r (Italien), Goliat (Rumänien), MaSat-1 (Ungarn), PW-Sat (Polen), Robusta (Frankreich), UniCubeSat GG (Italien) und Xatcobeo (Spanien).

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Von der Montage bis zum Rollen aufs Startfeld - Vega.

Ziel der Mission ist die Qualifizierung des gesamten Vega-Systems, einschließlich des Trägers selbst, der Startinfrastruktur und des Betriebs, von der Startkampagne bis hin zur Abtrennung der Nutzlast und sicheren Entsorgung der Oberstufe.

Nach diesem Qualifikationsflug wird das Startsystem der Vega für den Betrieb an Arianespace übergeben. Zudem wird Arianespace für die Bereitstellung dieser neuen Trägerkapazität auf dem internationalen Markt zuständig sein, wobei mindestens zwei Missionen pro Jahr angestrebt werden. Die ESA wird diesen neuen Dienst von Arianespace mit einem Auftrag von fünf Starts als einer der ersten Kunden in Anspruch nehmen.

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