Rosetta - mit Hochgeschwindigkeit durch den Asteroidengürtel

Vorbeiflug am Asteroiden Steins - grafische Darstellung
14 August 2008

Abertausende Kilometer von der Erde entfernt jagt die europäische Sonde Rosetta durchs All. Ihr Kurs bringt sie 2014 zum Zielkometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. Sie wird ihn ein Stückweit auf seinem Flug durch den Weltraum begleiten, und dann - zum ersten Mal in der Geschichte der Weltraumforschung - eine Landesonde auf der Oberfläche eines Kometen absetzen.

Rosettas Reise durchs Universum ist lang - und alles andere als ereignislos: In gut zwei Wochen, am 5. September, wird sie einem Asteroiden begegnen. Von diesem kennt die Wissenschaft bislang nicht viel mehr als seinen Namen, den er bei seiner Entdeckung im November 1969 erhielt: (2867) STEINS.

Rosetta hat Steins bereits 2006 aus weiter Entfernung als einen Gesteinsbrocken von viereinhalb Kilometern Größe identifiziert. Von der Annäherung am 5. September können die Wissenschaftler bedeutende Informationen über diesen zum Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter zählenden Himmelskörper erwarten. Z.B. Details über dessen Geschwindigkeit, seine Oberflächenstruktur, seine chemische und mineralogische Zusammensetzung. – Und damit erhalten sie Erkenntnisse über den Evolutionspfad einer Art von Asteroiden, die lange vor den Planeten unseres Sonnensystems entstanden sind.

Am Abend des 5. September um 20h58 ist Rosettas Distanz zu Steins am Kleinsten. Während die Sonde mit einer relativen Geschwindigkeit von 8,6 km/s am Asteroiden vorbeifliegt werden nur 800 km All zwischen ihnen liegen. Rosetta wird diese Begegnung dank ihrer Bordkamera festhalten.

Raumfahrtfans, die beim Vorbeiflug live mitfiebern wollen, werden im (englischen) ESA-Blog auf dem Laufenden gehalten. Bitte klicken Sie hier.

Presseeinladung

Pressevertreter sind herzlich eingeladen, Rosettas "Steins Fly-By" am 5. September von 18h00 bis 22h30 live im ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt (ESOC) mitzuverfolgen.

Am 6. September werden um 12h00 auf einer Pressekonferenz im ESOC erste Bilder des Vorbeiflugs sowie weitere wissenschaftliche Ergebnisse präsentiert.

Raumfahrt-Spezialisten der ESA stehen vor Ort für Interviews zur Verfügung.

ESA/ESOC
Robert-Bosch-Str. 5
64293 Darmstadt

Bitte akkreditieren Sie sich per E-Mail bei Melanie.Zander @ esa.int

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