SMART 1: Europas Mond-Premiere

25 September 2003

Mit der Hightech-Raumsonde SMART 1 starten die Europäer ihre erste eigene Mondmission. Hauptziele sind der erstmalige Test eines europäischen Ionentriebwerks als Hauptantrieb für interplanetare Raumflüge sowie die bisher umfangreichste 3D-Kartierung der Mondoberfläche.

Drei Jahrzehnte nach Abschluss des bemannten Apollo-Programms steht nun auch in Europa der Flug zum Mond auf der Tagesordnung. Unbemannt zwar, dafür aber mit einer bahnbrechenden Premiere. Eine Ariane-5-Trägerrakete wird mit SMART 1 Europas erste interplanetare Raumsonde mit Ionenantrieb ins All bringen.
Der Start der 367 kg Hightech-Sonde SMART 1 erfolgt beim Ariane-Flug V 162 zusammen mit dem 2,75 t schweren indischen Kommunikationssatelliten INSAT-3E sowie dem 1,5 t schweren Eutelsat-Satelliten E-BIRD. Als kleinstes Mitglied dieses Trios wird der in einem zylindrischen Adapter verpackte SMART den untersten Platz im Nutzlastbereich der Rakete einnehmen und daher auch zuletzt ausgesetzt. Zweimal musste der Start aufgrund von Änderungen an dem indischen Satelliten verschoben werden. Trägerrakete und SMART 1 befinden sich jedoch in exzellentem Zustand und warten auf das endgültige „Go“. Der Start soll nunmehr in der Nacht vom 27. zum 28. September vom Europäischen Weltraumhafen Kourou in Französisch-Guyana erfolgen.

Im folgenden SMART-Special werden interessante Details sowie spannende Hintergrundinformationen zur Mondforschung, zum neuartigen Triebwerk sowie zur Mission beschrieben:

  1. Europas Aufbruch zum Mond
  2. SMART 1: Ein fliegendes Technologielabor
  3. Der Mond, das unbekannte Wesen
  4. Elektrische Antriebe und ihre Entwicklung
  5. Ionentriebwerke: Der Ritt auf geladenen Teilchen
  6. Die Mondmission der ESA: Daten und Fakten im Überblick
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