Satellitenbild der Woche: Wüstensand

10 September 2010

Das Envisat-Bild zeigt Sand- und Staubwolken aus der Sahara. Sie treiben über Mauretanien (oben), Senegal (mitte), Guinea Bissau (unten) und über den Nordatlantischen Ozean, bevor sie nördlich in Richtung der kapverdischen Inseln geweht werden.

Sand-, oder Staubstürme sind gewöhnlich das Ergebnis atmosphärischer Konvektion, die sich bildet, wenn warme, leichtere Luft aufsteigt und kalte, schwerere Luft absinkt.

Winde können zwischen 60 und 200 Millionen Tonnen feinen Staub aus der Sahara hinaus tragen. Atmosphärische Konvektion, die auch Ursache für andere meteorologische Phänomene wie Gewitter sein können, können den Staub über tausende Kilometer transportieren.

Sandstürme treten häufig über der Sahara auf. Sie sind die Hauptquelle des Mineralestaubs, der in großen Konzentrationen im tropischen Atlantik und der Karibik vorkommt.

Das Bild wurde vom europäischen Umweltsatelliten Enivat mit dem MERIS-Instument am 1. Juli 2010 mit einer Auflösung von 300m aufgenommen.

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