Vecmap - der asiatischen Buschmücke auf der Spur

Mosquito bite
21 August 2012

Unter dem wachsamen Auge der Vecmap-Initiative der ESA wird es für die asiatische Buschmücke in Belgien langsam eng. Die asiatische Mückenart, die in Belgien erstmals 2002 gesichtet wurde, kann Viruserkrankungen wie Chikungunya, Dengue-Fieber und West-Nil-Fieber übertragen.

Vecmap überprüft die genaue Kartierung von Stechmücken in Europa, ganz besonders derer, die Krankheiten übertragen.

Krankheiten, die von Stechmücken oder Zecken übertragen werden, stellen in Europa ein zunehmendes Gesundheitsproblem für die Öffentlichkeit dar. Jedoch kann man schwer vorhersagen, wo sich die Moskitos vermehren und die Krankheiten verbreitet werden. Unter welchen Bedingungen, wo und wann die Moskitos schlüpfen, variiert stark zwischen den einzelnen Arten.

Vecmap bietet einen „One-stop shop“, der den gesamten Kartierungsprozess vereinfacht, und zwar durch Definition von Schlüssellebensräumen mittels Felddaten. So entstehen Risikokarten für eine Vielzahl von verschiedenen Nutzern.

Vecmap umfasst einen Software-Anteil sowie Unterstützungsdienstleistungen und vereint Messergebnisse aus der Feldforschung sowie Daten von Erdbeobachtungssatelliten. Dabei werden Daten wie Vegetationsart, Landtemperatur und Bodenfeuchtigkeit verwendet.

Bei Felduntersuchungen geben die Forscher die Ergebnisse in ein Smartphone ein, welches ihre Position mittels SatNav genau bestimmt. Die Daten werden dann in eine zentrale Datenbank übertragen.

Je nachdem, welche Information der Nutzer gerade benötigt, kann über diese Datenbank eine Vielzahl von Diagrammen erstellt und interaktive Forschung betrieben werden.

Nachdem die Behörden eine Risikobewertung überprüft hatten, die vom Wissenschaftlichen Institut für Öffentliche Gesundheit mit Experten des belgischen Modirisk-Projekts angefertigt wurde, hat man Avia-GIS gebeten, ein Programm zu koordinieren, das die asiatische Buschmücke in Belgien ausrotten soll.

Avia-GIS arbeitet mit der ESA an der Entwicklung von Vecmap und wird das System für Vermessungsanforderungen im Rahmen des belgischen Programms zur Ausrottung der Mücke verwenden.

Die Moskitos werden bis Ende der Saison verfolgt; im März 2013 kann das Projekt dann weitergehen.

Weitere Informationen finden Sie unter den Links auf der rechten Seite.

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