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    Ministerial Council 2012

    Zwei Tage, die über die Zukunft der Raumfahrt in Europa entscheiden: Einige Punkte zur ESA

    14 November 2012

    Nächste Woche wird der künftige Kurs festgelegt, auf dem sich der europäische Raumfahrtsektor bewegen wird, wenn sich die Minister der 20 Mitgliedsstaaten der europäischen Weltraumorganisation ESA in Italien treffen.

    Lesen Sie hier, warum die Punkte auf der Agenda für alle Europäer wichtig sind.

    Die für die Raumfahrt zuständigen Minister der 20 ESA-Mitgliedstaaten und Kanadas werden sich vom 20 bis 21. November in Neapel treffen, um über die künftigen Raumfahrtprogramme der ESA abzustimmen, welche die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum Europas zusammen mit dem wissenschaftlichen Fortschritt vorantreiben sollen.

    Die Debatte wird sehr umfangreich sein: Die ESA, eine zwischenstaatliche Organisation europäischer Nationen, ist eine der wenigen Agenturen der Welt, die in allen Bereichen des Weltraums aktiv ist: die Erforschung des Weltraums und der Schutz unserer Umwelt, während sie das technische Wissen und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Kontinents vorantreibt.

    Entdecken Sie mehr über den Rat auf Ministerebene auf der offiziellen ESA-Webseite Ministerial Council 2012, mit Hintergrundinformationen, neuesten Nachrichten, Bildern und Videos. (in englischer Sprache)

    Die europäische Zusammenarbeit im Raumfahrtbereich geht auf die frühen 60er Jahre zurück, als sechs europäische Länder die European Launcher Development Organisation „ELDO“ gründeten. 1962 wurde von diesen und vier weiteren Ländern der Gründungsvertrag der European Space Research Organisation ESRO unterzeichnet.

    Nicht einmal 20 Jahre zuvor befanden sich die Nationen dieser Visionäre im Krieg. Diese bittere Erfahrung lehrte sie umso mehr, dass nicht Konkurrenz sondern Zusammenarbeit der beste Weg ist, dem riesigen, unbekannten Territorium des Weltalls zu begegnen.

    In der Raumfahrt konnte man viel mehr durch Zusammenarbeit erreichen, als das, was eine einzelne Nation bewerkstelligen konnte.

    ELDO konzentrierte sich allein auf Trägersysteme und ESRO auf die Weltraumforschung. Als man sich aber dem großen wirtschaftlichen Potential der Raumfahrt bewusst wurde, war eine größere Organisation notwendig: die Europäische Weltraumorganisation, die 1975 gegründet wurde.

    Raumfahrt als Wirtschaftsfaktor in Europa

    In den darauf folgenden Jahren wurde die europäische Raumfahrtindustrie mit einem Jahresumsatz von 6 Milliarden Euro und 35.000 direkt angestellten Fachkräften zu einem weltweiten Marktführer und ist im Bereich der globalen Telekommunikation sowie Trägerraketen ganz vorne mit dabei.

    Die Anzahl der Arbeitsplätze in der Raumfahrt in Europa zusammen mit den Jobs in nachgelagerten Branchen ist zehn Mal so hoch. Gleichzeitig sind die europäischen Missionen auf dem Gebiet der Astronomie, Planetenforschung und Geowissenschaften unübertroffen.

    All dies geschieht zum durchschnittlichen Preis einer Kinokarte pro Europäer und Jahr. Die Führungsrolle der ESA und die andauernde Unterstützung der Delegationen ihrer Mitgliedsstaaten haben eine Industrie geformt, die auf dem offenen Weltmarkt Aufträge gewinnt. Sehen Sie mehr dazu in diesem Video:

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    Die beeindruckenden Einblicke in den Kosmos, die wir den ESA-Missionen verdanken, haben die Vorstellung der Menschen vom Universum und der Erde verändert.

    MC book

    Ob Wettersatelliten oder weltraumgestützte Telekommunikation, Navigation und Umweltüberwachung; die von der ESA entwickelten und aufgebauten Raumfahrtsysteme haben dazu beigetragen, die strategische Unabhängigkeit Europas und unseren gemeinsamen Wohlstand zu stärken.

    In unserem neuen Buch The ESA Effect erfahren Sie alles über die Tragweiteder Aktivitäten der ESA auf Europa und die Welt.

    Investitionen in die Raumfahrt haben sich als solide Anlage herausgestellt, welche durch einen Multiplikator-Effekt verstärkt wird: Jeder in den Weltraum investierte Euro verdoppelt seinen Wert für die Gesamtwirtschaft um ein Vielfaches. Eine Investition in die Raumfahrt ist eine Investition in Wissen, Innovation und Inspiration. Die Raumfahrt trägt zu Wachstum, Arbeit und Wettbewerb innerhalb vieler Wirtschaftsbereiche bei und ist dabei auch immun gegen Outsourcing.

    Eine neue Animation erläutert diese wichtige Kapitalrendite.

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    In einer Zeit, in der Europa die Herausforderung einer sich ständig ändernden Welt meistern muss, sind Innovationen wertvoller denn je.

    ESA: Boosting Europe's competitiveness and growth

    MC thematic brochures

    Bei der Suche nach neuen Wegen, um neue Dinge zu tun, schaffen die Forschungs- und Entwicklungsprogramme der ESA neue Arbeitsplätze, Unternehmen und komplette, hochwertige Industriezweige.

    Diese neue, für den Ministerrat erstellten Broschüre vermittelt die Fakten, warum die Raumfahrt für Europa so wichtig ist: ESA: Boosting Europe's competitiveness and growth

    Wie kann man am besten einen Aktionsplan für die Raumfahrt erstellen - einem Bereich der unbegrenzten Möglichkeiten? Historisch gesehen wurde die ESA im Rahmen eines sehr europäischen Kompromisses gestaltet, verkörpert im ESA-Übereinkommen.

    Die einzige verbindliche Verpflichtung für ESA-Mitgliedsstaaten stellt das Wissenschaftsprogramm der ESA dar, zusammen mit der Finanzierung der Grundlagenforschung, der Technologie und der operationellen Infrastruktur. Die Unterstützung für die übrigen ESA-Programme ist optional. Dies hat sich als bemerkenswert robuste und flexible Organisationsmethode erwiesen, mit der Mitgliedsstaaten nationale Prioritäten gezielt fördern und trotzdem die Früchte der gemeinsamen Arbeit ernten können.

    Dieses System schafft die Bedingungen für die verschiedenen Tätigkeitsbereiche der ESA. Die Programmpunkte des Ministerratstreffens sind in den folgenden Videos erläutert:
    • Navigation
    • Erdbeobachtung
    • Telekommunikation
    • Technologie
    • Wissenschaft
    • Bemannte Raumfaht und Missionsbetrieb
    • Trägersysteme
    Down to Earth

    Hatten all diese Anstrengungen eine Auswirkung auf das tägliche Leben? Natürlich. Finden Sie es selbst heraus in der neuen Social-Media-Anwendung der ESA, "Down to Earth". Diskutieren Sie mit!

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