Bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb der Woche: ESA-Astronaut Alexander Gerst testet die Helmlampen seines Weltraumanzugs

Alex macht die Lichter an

20 Dezember 2013

ESA-Astronaut Alexander Gerst testet einen Weltraumanzug im Johnson Space Center der NASA in Houston, USA. Er trägt dabei zum ersten Mal eine exakte Nachbildung eines sogenannten EMU (Extravehicular Mobility Unit), wie er auch in der Internationalen Raumstation ISS zum Einsatz kommt.

Für die Handhabung des Anzugs absolvierte Alex zahlreiche Unterwasser-Trainingsstunden in ähnlichen Anzügen, die seinem Körper nach und nach angepasst wurden. Dieser „Raumanzug-Passform-Check“ wird durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Änderungen später auch mit dem echten Anzug funktionieren. Unter anderem wird bei diesem Check ein Vakuum erzeugt, um zu gewährleisten, dass der Anzug problemlos in einer weltraumähnlichen Umgebung (ohne Sauerstoff) verwendet werden kann.

Mit den Helmlampen werden Arbeitsbereiche beleuchtet, wenn sich die ISS sich im Schatten der Erde befindet. Der orbitale Außenposten braucht nur 90 Minuten für die Umkreisung unseres Planeten, demnach befindet er sich die Hälfte dieser Zeit in Dunkelheit. In diesen 45 Minuten ermöglichen die Helmlampen den Astronauten, ihre Arbeit im Außenbereich der Raumstation fortzuführen.

Alexander Gerst ist Flugingenieur der ISS-Expedition 40/41, die im Mai 2014 zur ISS fliegen wird. Während dieser Langzeitmission wird die Crew wissenschaftliche Experimente durchführen und den orbitalen Außenposten der Menschheit instand halten.

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