Alpbach 2007: Auf der Suche nach ausserirdischem Leben

19 Februar 2007

Astrobiologie – Leben und Lebensmöglichkeiten im Universum – ist der Schwerpunkt der 31. Sommerschule, die vom 17. bis zum 26. Juli in dem idyllisch gelegenen Tiroler Bergdorf Alpbach stattfindet. Die jährlich angebotene Spezialveranstaltung ermöglicht jungen Doktoranden, Wissenschaftlern und Ingenieuren aus den ESA-Mitgliedsstaaten den Erwerb von Fachkenntnissen in einem Teilgebiet der Weltraumforschung.

Es ist eine der spannendsten Fragen der Menschheit: Sind wir allein im All oder gibt es – fernab in den Tiefen des Universums – andere Lebensformen? "Kleine grüne Männchen" werden vermutlich schwer zu finden sein, aber vielleicht gibt es andere primitive Lebensformen, die man ausfindig machen kann?
Diese – und weitere Fragen – versucht die „Astrobiologie“ zu beantworten. Ein Hauptziel astrobiologischer Forschungen ist es, den Ursprung und die Evolution des Lebens auf der Erde und im All zu untersuchen sowie herauszufinden ob und wie Leben außerhalb der Erde existiert. In dem neuen multidisziplinären Fachgebiet sind Wissenschaftler unterschiedlichster Couleur vertreten, darunter Planetenforscher, Astronomen, Mathematiker, Geologen, Paläontologen, Chemiker und Biologen.

Dem Leben auf der Spur: Neue Missionskonzepte

In Workshops tüfteln die jungen Forscherinnen und Forscher an Missionsentwürfen

Die Teilnehmer der 31. Sommerschule in dem österreichischen Bergdorf Alpbach werden sich im Juli unter dem Motto „Astrobiology: Life Detection in and from Space“ mit den Grundlagen der Astrobiologie beschäftigen. Erfahrene Wissenschaftler erläutern in Seminaren die generellen Aspekte des Lebens auf der Erde und im Universum, seiner Entstehung und Evolution. Außerdem beschäftigen sich die jungen Forscher mit den technischen Möglichkeiten der Suche nach Leben im Weltraum sowie mit astrobiologischen Weltraum-Missionen.
In einem Workshop-Teil erarbeiten sie dann konkrete Missionsvorschläge, die sich auf die drei folgenden Felder erstrecken:

  • Astrobiologie im Erdorbit mit Experimenten an Bord der Internationalen Raumstation ISS oder von Satelliten im Erdorbit, um die organische Chemie im All und die notwendigen Umgebungsbedingungen für Leben besser zu verstehen
  • Die Suche nach niederen Lebensformen im Sonnensystem, besonders auf dem Mars sowie auf einigen Monden der riesigen Gasplaneten Jupiter und Saturn
  • Astrobiologische Untersuchungen extrasolarer Systeme. Das umfasst die Suche nach bewohnbaren Planeten und das Detektieren möglicher Lebensformen.

Die Veranstaltung wird von der Agentur für Luft- und Raumfahrt (ALR) der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) organisiert. Als Co-Sponsoren beteiligen sich die ESA, das International Space Science Institute (ISSI) und nationale Weltraumbehörden der ESA-Mitgliedsstaaten. Weitere Unterstützung bietet Austrospace, die Vereinigung der Österreichischen Raumfahrtindustrie.

Anmeldung

Die Anmeldung muss vor dem 31. März 2007 bei der Agentur für Luft - und Raumfahrt (ALR) eingegangen sein. Die Zahl der Teilnehmer ist auf 60 begrenzt. Die Bewerber werden bis Ende April 2007 unterrichtet.
Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular als PDF-Datei (Endorsement Form) können von der neu gestalteten Internetseite der Sommerschule Alpbach (www.summerschoolalpbach.at) bezogen werden.
Die Anmeldung erfolgt in zwei Schritten: Zunächst ist das Online-Formular auf der Internetseite auszufüllen (Button Registration/New). Anschließend ist das Endorsement-Formular mit der Unterschrift eines Universitätsprofessors oder eines Vorgesetzten des Antragstellers an die FFG zu schicken.

Weitere Auskünfte und Informationen:
Michaela Gitsch
Aeronautics and Space Agency of FFG
Sensengasse 1
A - 1090 Wien
Tel. +43(0)57755 3302
Fax +43(0)57755 93302
E-Mail: michaela.gitsch @ ffg.at

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