Alpbach 2009: Suche nach erdähnlichen Planeten

17 Februar 2009

Mit der Suche nach erdähnlichen Planeten steht ein topaktuelles Thema im Mittelpunkt der 33. Sommerschule, die von der Agentur für Luft- und Raumfahrt der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG vom 21. bis 30. Juli im idyllischen Tiroler Bergdorf Alpbach durchgeführt wird. Der attraktive Spezialkurs lädt hierzu Jungforscher aus den ESA-Mitgliedsländern ein.

Die diesjährige Sommerschule widmet sich dem Leitthema „Exoplanets: Discovering and Characterizing Earth Type Planets“, also der Entdeckung und Beschaffenheit von erdähnlichen Planeten. Die wissenschaftlichen Grundlagen und technischen Problemstellungen für derartige Forschungen werden in Alpbach umfassend behandelt.

Planetenjagd: spannend und aktuell

Das Thema ist spannend und aktuell zugleich. 1995 wurde mit Pegasi 51b der erste Exoplanet um einen sonnenähnlichen Stern entdeckt. Inzwischen ist deren Zahl auf weit über 300 gestiegen. Meist handelt es sich dabei um riesige Gasplaneten, vergleichbar der Größe von Jupiter, Saturn und Neptun oder sogar noch darüber hinaus. Doch jüngst konnte mit dem französischen Weltraumteleskop CoRoT (Convection, Rotation and Planetary Transits) im Sternbild Einhorn auch der erste erdähnliche Exoplanet CoRoT-Exo-7b aufgespürt werden.

Hier möchte die Sommerschule anknüpfen. International anerkannte Experten werden die Teilnehmer durch Vorträge an die Thematik heranführen und ausführlich die wissenschaftlichen Zielsetzungen und technischen Anforderungen herausarbeiten.
Im Fokus steht dabei die Beantwortung folgender Fragen:

  • Welche generellen Bedingungen müssen herrschen, um Planeten entstehen zu lassen?
  • Bei welchen Sternen sollte man nach erdähnlichen Planeten suchen?
  • Sind diese Planeten für die Entstehung von Leben geeignet?
  • Wie kann eventuelles Leben auf extrasolaren Planeten festgestellt werden?

Neue Missionskonzepte gefragt

Der "Planetenjäger" COROT

Nach der Theorie geht es im Workshop-Teil dann an die technische Umsetzung einer innovativen Planetenjäger-Mission.
Wie in den letzten Jahren bewährt, eifern vier Teams mit jeweils 15 Teilnehmern unter der fachkundigen Anleitung von Tutoren um das wissenschaftlich und technisch attraktivste Missionskonzept, das im Prinzip von einer Weltraumorganisation übernommen werden kann. Dabei sind die Anforderungen hoch, denn die jungen Experten müssen nicht nur die für das wissenschaftliche Ziel nötige Instrumentierung auswählen und beschreiben, sondern auch die Grundkonzeption des Satelliten und seiner Subsysteme erarbeiten, die Umlaufbahn definieren und die voraussichtlichen Kosten der Mission ermitteln.
Die von den Jungforschern entwickelten Szenarien werden am Ende der zehntägigen Veranstaltung von einer Jury hochkarätiger Fachleute individuell nach der Güte der wissenschaftlichen und technischen Ausrichtung und seiner Wettbewerbsfähigkeit begutachtet.

Teilnahmebedingungen und Anmeldung

Veranstalter der Sommerschule sind die Agentur für Luft- und Raumfahrt der FFG in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA und ihren Mitgliedsstaaten. 2009 wird die Sommerschule auch von der Europäischen Südsternwarte (ESO) unterstützt. Ein traditioneller Partner ist auch das International Space Science Institute ISSI. Unterstützung kommt ebenfalls von Austrospace, der Vereinigung der österreichischen Weltraumindustrie.

Die Sommerschule findet in der Zeit vom 21. bis 30 Juli 2009 in Alpbach (Tirol) statt. Bewerben können sich Studenten, Doktoranten, Post-Doktoranten sowie junge Wissenschaftler und Ingenieure aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Teilnehmen können 2009 auch von ESO ausgewählte Studenten.

Bewerbungsformulare und weitere Informationen können Interessenten auf der Webseite der Sommerschule abrufen: www.summerschoolalpbach.at
Zur Klärung der Kostenübernahme sollten sich die Interessenten an ihre jeweilige nationale Raumfahrtorganisation wenden, die auch für die nationale Auswahl verantwortlich zeichnet.
Anmeldeschluss ist der 31. März 2009. Die Zahl der Teilnehmer ist auf 60 begrenzt. Es werden nur Online-Anmeldungen entgegengenommen.

Weitere Auskünfte und Informationen
Michaela Gitsch
Aeronautics and Space Agency of FFG
Sensengasse 1
A - 1090 Wien
Tel.: + 43 (0) 57755 3302
Fax: + 43 (0) 57755 97900
E-Mail: michaela.gitsch @ ffg.at

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