Auch dieses Jahr im ESOC: Jugend forscht Wettbewerb

6 Februar 2004

Das Europäische Satellitenkontrollzentrum ESOC ist zum zweiten Mal Gastgeber der ersten Austragungsrunde des bundesweiten Wettbewerbes „Jugend forscht 2004“. Zur Auftaktveranstaltung der Region Hessen-Süd werden die Teilnehmer am 12. Februar im ESOC in Darmstadt erwartet.

„Auf einmal ist alles relativ“ – unter diesem Motto startet in wenigen Tagen die 39. Runde von Jugend forscht. Der seit 1966 stattfindende bundesweite Wettbewerb richtet sich an junge Menschen von 10 bis 21 Jahren, die sich für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik – darunter auch Raumfahrt – interessieren. Teilnehmen kann jeder mit einem selbst gewählten originellen Forschungsprojekt, das in eines der sieben Jugend-forscht-Fachgebiete Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik, Technik oder Arbeitswelt passt, in der Bundesrepublik wohnt oder eine deutsche Schule besucht. Neben Fachwissen sind Kreativität und Phantasie der Teilnehmer gefragt.

Der Wettbewerb wird dreistufig ausgetragen: auf Regionalebene, Landesebene sowie auf Bundesebene. Er ist mittlerweile europaweit der größte Wettbewerb in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Die Besten aus Deutschland haben zum Schluss die Chance, an einem internationalen Wettbewerb von 30 europäischen Ländern teilzunehmen. Und die Resonanz ist riesig – 2004 haben sich bundesweit 8315 Jungforscher mit 4317 Projekten angemeldet. Die Begeisterung konnten die Verantwortlichen des ESOC bereits letztes Jahr spüren. Jean-Francois Kaufeler, Leiter des ESOC, freut sich deshalb auf die diesjährige Veranstaltung: „Wir haben letztes Jahr mit Begeisterung die Auswahl der vorgestellten Projekte verfolgt und freuen uns, einen Beitrag zur Motivation der Jugend für Naturwissenschaften und Technologie zu leisten.“

Die Veranstaltung zur ersten Wettbewerbsrunde für die Region Hessen-Süd findet am 12. Februar 2004 im Konferenzraum des Europäischen Satellitenkontrollzentrums ESA/ESOC statt. Die Teilnehmer werden an 33 Ständen ihre Arbeiten präsentieren, die eine hochkarätige Jury begutachtet. Am Nachmittag werden dann die Sieger feststehen und mit Preisen bedacht. Zu gewinnen sind Geldpreise und Sonderpreise, wie Reisen, Forschungsaufenthalte, Einladungen zu internationalen Forschungscamps etc. Die Besten in jedem Fachgebiet dürfen ihre Arbeiten dann auf der nächsten Wettbewerbsebene, dem Landeswettbewerb, vorstellen.

Talentsuche für die Zukunft

Bei dem Auftritt als Sponsor der Veranstaltung verfolgt die Europäische Weltraumorganisation ESA durchaus auch eigene Ziele, denn der Wettbewerb eignet sich hervorragend zur Talentsuche. Jean-Francois Kaufeler ist da ganz optimistisch: „In unserem Kontrollzentrum arbeiten hoch qualifizierte Wissenschaftler aus über 15 europäischen Staaten zusammen. Wir sind zuversichtlich, dass auch herausragende „Jugend forscht“-Teilnehmer eines Tages zu uns stoßen werden.“
Und die Geschichte des nunmehr fast vier Jahrzehnte laufenden Wettbewerbs hat wiederholt gezeigt, dass aus erfolgreichen Teilnehmern von einst bekannte Wissenschaftler oder Ingenieure geworden sind. Und vielleicht wird einer der heute prämierten Jungforscher einmal als Astronaut im Erdorbit oder auf einer neu errichteten Mondbasis arbeiten? Oder gar Mitglied der ersten internationalen Mars-Crew sein, die als Abgesandte des Planeten Erde unseren roten Nachbarn betreten wird. Altersmäßig hätten jedenfalls alle Jugend-forscht-Teilnehmer dieser Veranstaltung hervorragende Chancen, sich als Kandidat für den historischen Flug zum roten Nachbarplaneten zu bewerben.

Nach getaner Arbeit bekommen die Jugendlichen auch gleich einen Vorgeschmack auf Europas Weltraumambitionen: Eine Führung durch einzigartige Satelliten-Kontrollräume und ein Vortrag des stellvertretenden Flugdirektors der Europäischen Marsmission, Michael McKay, stehen mit auf dem Programm.

Ansprechpartner ESA/ESOC

Jocelyne Landeau-Constantin
Head of Communication Office
European Space Agency ESA/ESOC
Tel.: 0 61 51 - 90 2696
Fax: 0 61 51 – 90 29 61
Email: Jocelyne.Landeau-Constantin@esa.int

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