„Blue Dot“ – die Erde mit Alexander Gersts Augen sehen

Alexander Gerst
17 Februar 2014

Die Uhr tickt: In 100 Tagen wird der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst zur Internationalen Raumstation ISS starten – gemeinsam mit seinem Kollegen, NASA-Astronaut Reid Wiseman und dem russischen Kosmonauten Maxim Surajew.

An Bord einer Sojus-Trägerrakete werden 274 Tonnen Treibstoff sie auf 28.000 Stundenkilometer beschleunigen. Damit werden Sie den orbitalen Außenposten der Menschheit in weniger als sieben Stunden erreichen. Der für den 28. Mai 2014 geplante Start ist der Beginn von Alexanders sechsmonatiger Mission „Blue Dot“ als Teil der ISS Expedition 40/41. 

Alexander Gerst wurde 2009 für das Astronautenteam der Europäischen Weltraumorganisation ESA ausgewählt. Stationiert ist Alexander Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA in Köln, doch sein Weltraumabenteuer hat ihn zur Ausbildung rund um die Welt geführt – in die USA sowie nach Kanada, Japan und Russland.

Nun lädt Alexander Gerst Sie ein, sein Training und sein Leben als Astronaut mitzuverfolgen - in seinem persönlichen Blog. Er erklärt, wozu er Kenntnisse in Natur- und Ingenieurswissenschaften sowie Medizin, aber auch in Himmelsmechanik, der Fliegerei und der russischen Sprache benötigt.

Testing spacesuit

“Ich möchte vermitteln, wie es sich anfühlt, ins All zu Fliegen und unsere Erde aus der Ferne zu betrachten.  Unseren Heimatplanten,  unser blaues Raumschiff, das uns alle durch das Universum trägt. Kommen Sie mit mir auf die Reise!“

Als ausgebildeter Vulkanologe ist Alexander fasziniert von der Erforschung des Unbekannten. Er hat „Shaping the future - die Zukunft gestalten“ als Motto für seine „Blue Dot“-Mission gewählt.

“Die bemannte Raumfahrt ermöglicht uns nicht nur eine einzigartige Perspektive auf ein besseres Verständnis unseres Planeten, sondern auch darauf, wer wir sind. Wir sind eine Spezies von Forschern - und wir gestalten unsere Zukunft“, erläutert Gerst.

Im Rahmen seiner Mission wird Alexander Gerst unter anderem Experimente mit Plasma, Robotern und Metallen durchführen – und für ein Schulprojekt auch Seifenblasen mithilfe von Schallwellen bewegen.

Er ist der 14. ESA-Astronaut, der ins All fliegt und wird der dritte Deutsche an Bord der ISS sein.

Verfolgen Sie Alexander während der letzten 100 Tage vor seinem Start im Mai und erfahren Sie, warum Astronauten „Wissenschaftler, Hausmeister, Fahrer, Putzleute, Ärzte, Feuerwehrleute, Ingenieure und Versuchskaninchen“ sind.

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