CanSat-Wettbewerb 2013 erfolgreich beendet

CanSat des Teams Obi-Wan Canobi
22 April 2013

Hochschüler aus acht verschiedenen ESA-Mitgliedstaaten haben den dritten europäischen CanSat-Wettbewerb beendet, der zum ersten Mal in den Niederlanden abgehalten wurde. An der viertägigen Veranstaltung nahmen insgesamt 15 Schülerteams aus ganz Europa teil.

Die Vorbereitungen für den Flugwettbewerb begannen kurz nach der Ankunft der Teams an der Technischen Universität Delft am 10. April, wo anhand technischer Inspektionen sichergestellt wurde, dass jede der CanSats (dt. Dosensatellit) an Bord der Raketen starten kann.

Wie bereits erwartet, waren in letzter Minute einige Anpassungen nötig, für die jedoch die technischen Experten von T-Minus Engineering – dem offiziellen ESA-Wettbewerbspartner – direkt zur Stelle waren.

Am darauffolgenden Tag hielt jedes Schülerteam eine 10-minütige Präsentation zu seinem Projekt, bevor sie im Labor weiter an ihren CanSats arbeiteten.

Präsentation des Teams „Air Sat One“

Mit großer Begeisterung wurden die Teams bei ihrer Ankunft am 12. April am Artillerie-Schießplatz ASK in 't Harde empfangen. T-Minus Engineering stellte vier Raketen bereit, mit denen die CanSats auf eine Höhe von rund einem Kilometer befördert wurden. Anschließend trennten sich die Miniatur-Frachten von ihren Raketen, um ihre wissenschaftliche und technologische Mission auszuführen. Schließlich schwebten sie an ihren Fallschirmen zurück zur Erde, wo sie von den Teams in Obhut genommen wurden.

Während der Flüge konnten zwölf CanSats freigelassen werden und ihre eigenständigen Flüge erfolgreich durchführen. Drei weitere trennten sich hingegen nicht, was auf eine Fehlfunktion am Auswurfmechanismus der Rakete zurückzuführen war. Nichtsdestotrotz waren diese drei CanSats in der Lage, einige Daten aufzuzeichnen und sie an die Bodenstation zu übermitteln, darunter hauptsächlich Druck- und Temperaturmessungen sowie einige GPS-Signale. 

Die Teams verbrachten die ganze Nacht damit, die von ihren CatSats gesammelten Daten zusammenzufassen.

Der letzte Tag begann mit einem Vortrag von Hugo Maree, dem Leiter des ESA-Bildungsbüros. Darauf folgten die finalen Präsentationen der Teams vor einer Expertenjury, nach denen die Schüler eine Führung durch das Space Expo-Museum erhielten. In der Zwischenzeit hatten die Jurymitglieder die schwierige Aufgabe, die Gewinnerteams beider Kategorien zu ernennen.

CanSat-Startraketen

Der erste Preis in der Kategorie Fortgeschrittene ging an das Air Sat One-Team aus Portugal, das ihren CanSat mit einem Gleitmechanismus ausgestattet hatte. Auf dem zweiten Platz landete das dänische Team Obi-Wan Canobi, gefolgt von Team Vortex aus Großbritannien auf dem dritten Platz.

Der erste Preis in der Kategorie Anfänger ging an das Team KrakSat aus Polen, das es geschafft hatte, während des Fluges und am Boden gleichzeitig die Messdaten von kosmischer Gamma- und Betastrahlung zu vergleichen. Der zweite Platz ging an das irische Team CapSat, der dritte an das Team SaSa aus Deutschland.

„Die Qualität der Projekte war enorm hoch und einige haben die Erwartungen sogar übertroffen. Wir wissen die Professionalität und die Motivation der Hochschüler wirklich zu schätzen“, sagte Natacha Callens, Mitarbeiterin des ESA-Bildungsbüros und Jurymitglied.

Der Wettbewerb wurde mit einem festlichen Abendessen beendet.

Der europäische CanSat-Wettbewerb 2013 wurde in gemeinsamer Zusammenarbeit vom ESA-Bildungsbüro, der Technischen Universität Delft und T-Minus Engineering organisiert.

Die CanSat-Teilnehmer 2013
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