Das neue Bild vom Mars

Das vermeintliche "Marsgesicht" in einer aus HRSC-Stereobilddaten errechneten perspektivischen Ansicht
20 Februar 2008

Vom 26. Februar bis zum 22. Mai 2008 gehört das Foyer der Freien Universität Berlin den Marsbegeisterten: Eine Ausstellung zeigt dort spektakuläre Bilder und Filmsequenzen vom Roten Planeten, aufgenommen von der deutschen Spezialkamera an Bord der ESA-Raumsonde Mars Express.

Im Mittelpunkt der Exposition „Das neue Bild vom Nachbarn Mars“ stehen die neuesten Aufnahmen und wissenschaftlichen Ergebnisse der ersten europäischen Planetenmission mit der ESA-Raumsonde Mars Express.
Die Ausstellung bietet Informationen rund um den Roten Planeten und seiner Monde Phobos und Deimos; vermittelt Einblicke in die Geschichte der Marserkundung und zeigt Zukunftsperspektiven und Visionen der Marsforschung auf. Veranstaltet wird die Ausstellung vom Bereich Planetologie und Fernerkundung der Freien Universität Berlin (FUB) gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Beeindruckendes Bildmaterial

Highlight der Ausstellung sind die bislang unveröffentlichten dreidimensionalen Bilder und Filmaufnahmen aus dem Marsorbit, auf denen Sanddünen, Eisfelder, Erosionsstrukturen, Krater und Vulkane unseres Nachbarplaneten in hoher Auflösung zu sehen sind.

Sowohl die Reliefmodelle als auch die extrem plastischen, auf 3 x 3,5 Meter große Segel gezogenen Großformatbilder lassen den Anblick unseres Nachbarplaneten zu einem echten Erlebnis werden. Vor allem, wenn man sie mit der 3D-Brille betrachtet, die jeder Besucher kostenlos erhält.
Und bei den Filmsequenzen – virtuelle Flüge über erstaunliche Marslandschaften – kann sich der einschlägig bebrillte Marsenthusiast dank 3D-Effekt wie ein Raumpilot beim Landeanflug fühlen. „Wir wollen die Filme in einer Endlosschleife zeigen“, erläutert Heike Balthasar von der Arbeitsgruppe Planetologie an der FUB. „So kann der Ausstellungsbesucher jederzeit einsteigen.“

Flankierend zur Ausstellung ist eine Vortragsreihe geplant. „Außerdem wollen wir einen Familientag veranstalten“, so Balthasar. Wie das Begleitprogramm im Einzelnen aussehen soll, steht zurzeit allerdings noch nicht fest.

Orbitales Superauge

Die gezeigten 3D-Exponate belegen eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der hochauflösenden HRSC-Stereokamera (High Resolution Stereo Camera) an Bord des europäischen Marsorbiters, der den Roten Planeten seit Weihnachten 2003 umrundet und erforscht.
Bei jedem Foto-Überflug tastet das Hightech-Auge einen 52 Kilometer breiten Streifen der Marsoberfläche ab. Erklärtes Ziel ist die Ablichtung des gesamten Planeten mit einer Bodenauflösung von 10 Metern. „Bis jetzt haben wir mit dem HRSC-Instrument nahezu 50 Prozent der Oberfläche hochauflösend kartiert“, so Heike Balthasar von der FUB.

Für Schulklassen hervorragend geeignet

Schulklassen sind in der Ausstellung gerne gesehene Gäste. Denn schließlich sind die kleinen Mars-Fans von heute möglicherweise die Planetenforscher und Marsastronauten von übermorgen. Besuche von Schulklassen sind vom 26. Februar bis zum 12. April möglich. Voraussetzung ist eine Anmeldung bei Frau Heike Balthasar (heike.balthasar @ fu-berlin.de).

Ausstellungsort und Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist vom 26. Februar bis zum 22. Mai 2008 geöffnet,
werktags von 8 bis 17 Uhr; ab 14. April von 8 bis 19 Uhr

Freie Universität Berlin, Foyer in der Königin-Luise-Straße 12-16 a, 14195 Berlin-Dahlem

Der Eintritt ist frei.

Weitere Auskünfte erteilt:
Heike Balthasar, Freie Universität Berlin,
Telefon: (030) 838-70555,
E-Mail: heike.balthasar @ fu-berlin.de

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