Prof. Reinhard Hüttl, Leiter des GFZ.

Deutschlands Geowissenschaftsschmiede par excellence

Das Deutsche GeoForschungsZentrum hat seinen Hauptsitz auf dem nahe des Potsdamer Stadtzentrums gelegenen Telegrafenberg. Hier wurde vor mehr als 130 Jahren der Grundstein für eine „Wissenschaftsstadt im Grünen“ gelegt. Es entstanden renommierte Forschungseinrichtungen der Astrophysik und der Geowissenschaften, die Potsdam als Wissenschaftsstandort weltweit bekannt machten. Hier liegen die Wurzeln vieler erdwissenschaftlicher Disziplinen. Dies betrifft vor allem die Geodäsie, die Seismologie – die Erkundung des Erdinneren mit Hilfe von Erdbeben – und die Erforschung des Magnetfeldes.

Auf dieser Basis entstand am traditionsreichen Ort 1992 das GFZ als nationale Forschungseinrichtung für die Geowissenschaften, ein Helmholtz-Zentrum. Es vertritt Deutschland in zahlreichen internationalen Programmen sowie Kooperationen und gehört zu den weltweit führenden Einrichtungen dieser Art.

Die Welt des GFZ: Vom All bis zum Erdkern

Forschungsgegenstand ist das komplexe „System Erde“ als Ganzes. Das betrifft die im Inneren und an der Oberfläche ablaufenden Prozesse sowie ihre Wechselwirkungen mit der Bio-, Atmo- und Hydrosphäre und schließt den Einfluss des Menschen auf den Planeten mit seinen endlichen Ressourcen ein. Da alles mit allem zusammengehört, versucht das GFZ die traditionelle Trennung in Einzeldisziplinen zu überwinden und Verbundstrukturen zu schaffen.

Zu den Hauptbereichen gehören:

+ Geodäsie und Fernerkundung (GPS/Galileo, Erdbeobachtung, Schwerefeld, Geoinformatik)

+ Physik der Erde (Erdmagnetfeld, Erdbebenrisiko, Vulkanismus, Seismologie)

+ Geodynamik (Lithosphäre, Geomaterialien, Geochemie)

+ Stoffkreisläufe der Erde

+ Prozesse der Erdoberfläche (Klima, Wasser, Landschaftsentwicklung)

+ Zentren (für Geothermie, Frühwarnung, Geologische Speicherung, Geoökologie)

Last update: 28 November 2013

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