Die ESA-Wassermission SMOS im Überblick

SMOS Soil Moisture and Ocean Salinity (Bodenfeuchte und Ozeansalzgehalt)
Start 2. November 2009, 2.50 Uhr MEZ
Startort Kosmodrom Plessezk (Russland)
Trägerrakete Rockot mit Oberstufe Breeze-KM (modifizierte SS-19)
Satellit  
Masse 683 kg, davon 366 kg Nutzlast und 317 kg Plattform
Größe 2,4 m hoher Zylinder mit 2,3 m Durchmesser; im ausgefahrenen Zustand im Orbit 8 m Durchmesser
Missionsdauer 3 Jahre, inklusive einer sechsmonatigen Commissioningphase; optional: Verlängerung von 2 Jahren
Umlaufbahn sonnensynchrone zirkulare Umlaufbahn in 760 km Höhe mit 98.4 Grad Neigung sowie zwei Äquatorpassagen am Morgen (Sonnenaufgang) und am Abend (Sonnenuntergang)
Nutzlast MIRAS (Microwave Imaging Radiometer using Aperture Synthesis):
interferometrisches L-Band-Radiometer (1,4 GHz; 21 cm Wellenlänge);
69 Empfänger auf einem Y-förmigen, ausklappbaren Antennenarray;
Messprinzip: Interferometrie
Plattform Proteus-Plattform (CNES/Alcatel) mit zwei ausklappbaren 4 m langen Solarpaneelen bestückt mit Si-Zellen
Elektr. Leistung max. 1065 W, davon für Nutzlast MIRAS: 511 W
Energiespeicher Li-Ionen Batterie
Orientierung und
Orbit-Kontrolle
dreiachsenstabilisiert, Sternenkamera, Magnetometer, GPS, Sonnensensoren, magnetische Lageregelung, vier Triebwerke (1 N) und vier Drallräder zur Lagestabilisierung
Datenspeicherung
an Bord
Solid-State Recorder, Kapazität 2x20 Gbits
Nutzlastdaten: 15 Gbits/Tag
Kommunikation Empfang wissenschaftlicher Daten im X-Band im ESA European Space Astronomy Centre (ESAC) in Villafranca (Spanien); ergänzt durch eine X-Band Bodenstation in Svalbard (Norwegen) für Near-Real-Time Datenprodukte; S-Band Uplink (4 kbit/s) und Downlink (722 kbit/s) nach Kiruna (Schweden) für die Satellitentelemetrie und Telekommandierung
Kontrollzentrum Proteus-Kontrollzentrum der CNES in Toulouse (Frankreich)
Flugkontrolle Proteus-Kontrollzentrum der CNES in Toulouse (Frankreich) mit dem S-Band-Bodenstationsnetzwerk in Kiruna (Schweden), Aussaguel (Frankreich) und Kourou (Französisch-Guayana)
Datenprozessierung Bodenstation zur Datenprozessierung befindet sich in Villafranca (Spanien). Sie beinhaltet das Datenprozessierzentrum für die Nutzlast, die X-Band-Empfangsstation sowie den SMOS-Nutzer-Service, den sich Villafranca und ESA-ESRIN (Italien) teilen.
Auftraggeber ESA (Gesamtkoordination der Mission und des Bodensegments)
Auftragnehmer EADS-CASA Espacio (MIRAS), CNES/Alcatel (Proteus-Plattform) sowie weitere 20 europäische Firmen, darunter aus Deutschland: Astrium, Kayser-Threde und TESAT
Gesamtkosten 315 Mill. Euro (Satellit, Trägerrakete, Start, Missionsbetrieb)
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