Rosettas Zielkomet 67P/Churyumov–Gerasimenko

Die zweigeteilte Persönlichkeit des Kometen Churyumov–Gerasimenko

17 Juli 2014

Die aktuellen Aufnahmen des Kometen 67P/Churyumov–Gerasimenko enthüllen eine unerwartete Besonderheit des Himmelskörpers. Erste Hinweise darauf gaben bereits die Bilder der vergangenen Woche sowie die außerplanmäßigen Voransichten, die vor einigen Tagen erschienen. Inzwischen ist klar, dass es sich bei dem Zielkometen der Rosetta-Mission um keinen gewöhnlichen Kometen handelt. Genauso wie sein Name besteht auch der Komet selbst aus zwei Teilen.

Was die Rosetta-Sonde derzeit sieht, ist dieses verpixelte Bild, das die Narrow Angle Camera von OSIRIS – dem Kamerasystem an Bord der Sonde – am 14. Juli aus einer Distanz von 12 000 Kilometern zum Kometen aufnahm.

Rosettas Zielkomet, aufgenommen von OSIRIS

Ein zweites Bild sowie ein kurzer Film zeigen den Kometen, nachdem die Bilder bearbeitet wurden. Die verwendete Technik („Sub-Sampling by Interpolation“) sorgt dafür, dass die Pixelierung verschwindet und das Bild gleichmäßiger erscheint. Es muss betont werden, dass die Oberfläche des Kometen nicht so ebenmäßig sein wird, wie es die bearbeiteten Bilder vermuten lassen.

Die Oberflächen-Struktur muss noch genauer bestimmt werden; derzeit ist die Sonde dafür noch zu weit von ihrem Ziel entfernt. Alle scheinbar helleren oder dunkleren Regionen können in dieser frühen Phase noch zu Falschinterpretationen führen.

Rosetta erreicht am 6. August ihr Ziel

Rosettas Zielkomet - bearbeitete Aufnahme

Ausführliche Hintergrundinformationen zu den neuen Bildern gibt es hier. Rosetta wird ihrem Zielkometen am 6. August erreichen und in eine Umlaufbahn mit ihm einschwenken. Weitere Informationen zu dieser ESA-Mission, deren Flugbetrieb von den Experten im Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt aus gesteuert wird, finden Sie hier.

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