Reinhold Ewald

ESA-Astronaut Dr. Reinhold Ewald zum Professor für Astronautik und Raumstationen ernannt

16 Oktober 2015

ESA und die Universität Stuttgart haben ein Abkommen geschlossen, ESA-Astronaut Reinhold Ewald an die Universität Stuttgart zu delegieren, von der er einen Ruf an den Lehrstuhl für Astronautik und Raumstationen erhalten hat. 

Ewald folgt damit Prof. Ernst Messerschmid nach, der u.a. Leiter des Europäischen Astronautenzentrums der ESA in Köln war und jetzt in den Ruhestand tritt. 

Das Institut für Raumfahrtsysteme in Stuttgart, an dem Ewald lehren wird, ist im Raumfahrtzentrum Baden-Württemberg untergebracht. 2011 gebaut vereint das Raumfahrtzentrum die verschiedenen Arbeitsbereiche des Instituts wie die flugzeuggetragene Astronomie (Deutsches SOFIA Institut), Arbeitsgruppen für den Bau von Kleinsatelliten und Antriebssystemen, sowie Forschungen auf dem Gebiet der geschlossenen Lebenserhaltungssysteme. 

In einer Concurrent Design Facility üben sich die Studenten im Entwurf einer Raumstation und im Sojus-Simulator erhalten sie praktische Erfahrungen mit der Orbitalmechanik und Mensch-Maschine-Schnittstellen.

Ewald plant auch den Bereich der Weltraum-Exploration aufzugreifen durch Arbeiten auf dem Gebiet des Strahlenschutzes bei Missionen jenseits des Erdorbits und der Nutzung von Ressourcen z.B. auf der Mondoberfläche durch additive Herstellung (3-D Drucken). 

Die Fakultät für Luft- und Raumfahrtsysteme und Geodäsie der Universität Stuttgart ist die größte derartige Fakultät in Deutschland.

Ewald hat zuvor Lehraufträge in München und Aachen wahrgenommen. Er ist Mitglied der Fakultät in der International Space University ISU in Strasbourg.

Seine Raumflugerfahrung erwarb er bei einem dreiwöchigen Flug zur russischen Raumstation MIR im Jahre 1997 mit einem umfangreichen Wissenschaftsprogramm.

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