ESA Astronaut Thomas Reiter und Crew-Kollegen berichten über die “Astrolab“ Mission

ESA-Astronaut T. Reiter und NASA-Kollege M. Lopez-Alegria
22 Juni 2007

Thomas Reiter und vier Crew-Kollegen aus den USA und Russland haben heute das ESOC besucht, um über die Höhepunkte der umfangreichen ESA-Mission „Astrolab“ zu berichten, die 2006 auf der internationalen Raumstation ISS stattgefunden hat. Die fünf Astronauten nahmen auch an einer Diskussionsrunde teil, die sich mit möglichen zukünftigen bemannten Missionen zum Mond und zum Mars befasste.

Der Deutsche Thomas Reiter war in Begleitung seiner Kollegen der ISS Expeditionen 13 und 14, Jeffrey Williams und Michael Lopez-Alegria von der NASA und Pavel Vinogradov und Michail Tyurin aus Russland. Die „Astrolab“ Mission dauerte 171 Tage, von Juli bis Dezember 2006, und Reiter führte im Rahmen dieser Mission eine Reihe von europäischen wissenschaftlichen Experimenten durch, und er war gleichzeitig Flugingenieur der ISS.

Diskussion der Astronauten zum Thema "zukünftige Weltraumflüge"

Gaele Winters, ESA Direktor für Operationen und Infrastruktur, begrüßte die fünf Astronauten, die auf der Bühne von einer beigeisterten Menge aus ESA Angestellten, Gästen und Medienvertretern begrüßt wurden.

Europa im Zeichen der ESA Operations-Expertise

Winters betonte in seiner Rede die Herausforderungen für ESA Operations in Europa, und hob die Rolle des ESOC - zusammen mit dem Columbus-Kontrollzentrum in Operpfaffenhofen und dem ATV-Kontrollzentrum in Toulouse hervor. Die beiden Letzteren kontrollierten ebenfalls ESA Missionen. „Astrolab hat bewiesen, dass die Beziehungen zwischen ESA und DLR, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, hervorragend funktionieren“, sagte er.
Das europäische Forschungslabor Columbus soll Ende 2007 zur ISS starten.

Hessens Minister für Wirtschaft und Verkehr, Dr. Alois Rhiel, war heute ebenfalls Gast im ESOC. Er gratulierte den Astronauten zu ihren zahlreichen Erfolgen beim Forschen, aber auch Leben, im Orbit. Rhiel betonte zudem die herausragende Bedeutung des ESOC, des ESA-Kontrollzentrums, das als "Hessens Tor zum All" seit 1967 in Darmstadt aktiv ist.
Hessen ist auch die Geburtsregion von Reiter, der in Frankfurt geboren und aufgewachsen ist, nur ein paar Kilometer nördlich von Darmstadt.

Thomas Reiter und seine Kollegen zeigten eine Videopräsentation über die Höhepunkte der 6-monatigen “Astrolab” Mission zur ISS und die Aktivitäten der ISS Expeditionen 13 und 14.

Gesprächsrunde: Wohin geht es im All als nächstes?

Anschließend gesellte sich Bob Chesson, ESA Hauptbteilungsleiter für den bemannten Flugbetrieb, zu den fünf Astronauten für eine Gesprächsrunde zum Thema: "Wann fliegen Menschen wieder zum Mond – und sogar zum Mars?"

"Autonome Operationen, die für eine zukünftige Mars-Mission benötigt werden, müssen irgendwo trainiert werden, und der Mond ist das beste Umfeld, das wir in unserer Nähe haben. Für Operationen auf der Oberfläche anderer Planeten wird eine große Anzahl von Technologien benötigt, ein breites Umfeld an technischer Expertise. Ich denke, der Mond ist eine gute Basis für die Vorbereitungen unserer zukünftigen Unternehmungen im All.", sagte Reiter.

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