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    Orion MPCV with Service Module
    Orion-Kapsel mit Servicemodul

    ESA liefert Antriebsmodul für die NASA-Raumkapsel Orion

    16 Januar 2013

    Die ESA hat heute mit der NASA vereinbart, ein Antriebsmodul für die Raumkapsel Orion beizusteuern, welche 2017 starten soll. Zukünftig soll die Orion Astronauten weiter als je zuvor in den Weltraum hinaustragen und dabei ein Modul nutzen, dessen Technologie auf dem des europäischen Automated Transfer Vehicle ATV basiert.

    Bereits seit 2008 versorgt das ATV die Internationale Raumstation ISS seit 2008 mit Fracht. Das vierte der Serie, das ATV Albert Einstein, wird derzeit in Kourou in Französisch-Guyana für den Start im April vorbereitet.

    Vom ATV abgeleitetes Servicemodul

    Das vom ATV abgeleitete Servicemodul wird sich direkt unter der Orion-Kapsel befinden und wird den Antrieb, Stromversorgung, und Temperaturregulierung gewährleisten sowie Trinkwasser und Atemluft für die Astronauten im bewohnbaren Modul bereitstellen.

    Der Geist der internationalen Zusammenarbeit zwischen der ESA und der NASA, der auch die Grundlage für die ISS bildet, wird durch diese Kooperation fortgeführt
    Das ATV ist ein erfolgreiches Beispiel europäischer Technologie und erfüllt während einer Mission zur ISS eine Reihe wichtiger Funktionen. Während das ATV angedockt ist, können es die Astronauten als weiteres Modul nutzen. Der Raumfrachter hebt die Station an und kann den Orbitalkomplex bei drohenden Kollisionen mit Weltraummüll sogar aus dem Weg schieben. Am Ende seiner Mission verlässt es die ISS samt der Abfälle der Raumstation.

    Orion-Kapsel mit Servicemodul

    „Das ATV hat sich bei drei fehlerfreien Missionen zur Raumstation bewährt und dieses Abkommen ist eine weitere Bestätigung, dass Europa moderne, zuverlässige Raumfahrzeuge baut,“ sagt Nico Dettmann, ATV-Projektleiter.

    Starkes Signal des Vertrauens in die Fähigkeiten der ESA

    Thomas Reiter, ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und Betrieb sagt: „Die Entscheidung der NASA, bei ihrem Forschungsprogramm mit der ESA zusammenzuarbeiten, die ein bedeutendes Element für die Mission beisteuert, ist ein starkes Signal des Vertrauens in die Fähigkeiten der ESA. Für die ESA ist die Zusammenarbeit ein wichtiger Beitrag für die bemannte Erforschung des Weltraums.“

    Dan Dumbacher, stellvertretender Manager für die Entwicklung von Forschungssystemen im NASA-Hauptquartier in Washington D.C. stimmt zu: „Es ist ein Zeugnis des heutigen technischen Fortschritts, dass wir beginnen können, Gestaltungsmodelle eines von der ESA konzipierten Servicemoduls in den Bau der Orion zu integrieren.“

    Die erste Orion-Mission wird 2017 als unbemannter Mond-Vorbeiflug starten. Die Rückkehr in die Erdatmosphäre wird mit einer Geschwindigkeit von 11 km/s die schnellste sein, die es je gegeben hat.

    NASA-Animation der Orion-Kapsel mit Servicemodul

     

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