Epilog: Menschen zum Mars

Künstlerische Darstellung einer ersten Marsbasis

Gelingt es Mars Express die vielen Klippen zu meistern, dürfte am Ende der Mission der Rote Planet genauer als viele Regionen der Erde vermessen sein und jede auch noch so kleine Spur, die Wasser auf dem Mars hinterlassen hat, erkannt sein. Die Daten der HRSC-Kamera und die daraus erstellten genauen Karten werden wiederum die Voraussetzung für zukünftige Landungen sein.
Die ESA arbeitet gegenwärtig an einem Programm zur Vorbereitung der bemannten Erforschung des Sonnensystems mit dem Namen „Aurora“, welches die europäische Strategie der nächsten 30 Jahre auf diesem Gebiet skizzieren und visionäre Ziele beinhalten soll. Dabei ist auch geplant, zwischen den Jahren 2020 und 2025 Menschen zum Mond und fünf Jahre später, um 2030, europäische Astronauten zum Mars zu entsenden.
Was reizt Erdbewohner zu einem entbehrungsreichen Trip in eine eisige rostrote Wüstenwelt? Die Faszination des Unbekannten? Ihr großer Forscherdrang? Das Kennenlernen ihres Nachbarplaneten? Die uralte Sehnsucht, irgendwo im Kosmos Spuren von Leben zu entdecken? Auch wenn es sich bestenfalls um primitive Formen einer längst vergangenen Zeit handelt. Oder ist es ein Mix von alldem?
Wie auch immer. Die Zeit der großen geographischen Entdeckungen ist Stoff von Geschichtsbüchern. Menschlicher Entdeckerdrang trägt nun kosmische Dimensionen. Der bemannte Flug zum Mars ist vielleicht in greifbare Nähe gerückt. Wer auch immer sich als Kolumbus dieser außerirdischen Welt in die Annalen der planetaren Weltgeschichte wird eintragen dürfen, dieser Erdenbürger lebt bereits auf unserem blauen Planeten.

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