Forum „Zivilgesellschaft und Weltraum“ in Wien

4 Oktober 2007

Im Rahmen der International Space Week findet am 8. und 9. Oktober 2007 im Vienna International Centre ein vom Wiener Büro der Konferenz der Nichtstaatlichen Organisationen (CONGO) organisiertes zweitägiges Symposium zum Thema "Civil Society and Outer Space" statt. Hochrangige Vertreter der Vereinten Nationen und Internationaler Organisationen vermitteln einen Überblick über die friedliche Nutzung des Weltraums.

Gerade einmal 50 Jahre ist es her, dass der erste künstliche Erdsatellit Sputnik 1 von einem sowjetischen Raketenstartplatz in eine Erdumlaufbahn geschickt wurde. Seitdem wird das Leben von immer mehr Menschen durch die Ergebnisse der Erforschung und Nutzung des Weltraums beeinflusst. Wettervorhersagen, die Telekommunikation, breitbandige Internetdienste oder Navigationsdaten sind ohne den Einsatz von Satelliten nicht mehr denkbar. Daten von Fernerkundungssatelliten helfen beispielsweise der Landwirtschaft oder dienen der Überwachung der Umwelt.
Aber auch der Weltraum in der Nähe der Erde bedarf inzwischen einer Überwachung, denn der zunehmende „Verkehr“ Hunderte Kilometer über der Erdoberfläche muss geregelt und vor dem herumvagabundierenden Weltraummüll, das sind Bruchstücke von Satelliten und Oberstufen, geschützt werden.

Das Forum - Ein Plädoyer für internationale Zusammenarbeit

Der ESA-Umweltsatellit Envisat

Diese Aufgaben können nur im Rahmen internationaler Verträge und Vereinbarungen gelöst werden. Bereits vor 40 Jahren wurde mit dem Inkrafttreten des Weltraumvertrages der Vereinten Nationen die Basis für eine geregelte Zusammenarbeit im Weltall gelegt. Spezifische Verträge, Projekte und Kooperationen orientieren sich an diesem Vertrag und ergänzen ihn in der praktischen Zusammenarbeit.

Das Forum „Civil Society and Outer Space“, das am 8. und 9. Oktober 2007 im Vienna International Centre stattfindet, soll einen Überblick über die bisherige friedliche Nutzung des Weltraums in den vergangenen fünf Jahrzehnten geben und Wege für die künftige Ausgestaltung der zunehmend notwendigen internationalen Zusammenarbeit im Weltraum aufzeigen. In Key Notes und drei Sessions werden die vielfältigen Aspekte vertiefend diskutiert werden.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Wiener Büro der Konferenz der Nichtstaatlichen Organisationen (CONGO), einer Dachorganisation von 480 internationalen Non-Governmental Organziations (NGOs), die über ihre Büros in New York, Genf und Wien die Interessen der NGOs bei den Vereinten Nationen vertritt.

Zu den Hauptsponsoren gehört die Agentur für Luft- und Raumfahrt der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Der Vorsitzende des FFG Beirates für Luft- und Raumfahrt, Botschafter Peter Jankowitsch, ist einer der Tagungsvorsitzenden.

Das Forum ist eingebettet in die International Space Week, die 1999 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde und damit den Start des ersten künstlichen Erdsatelliten Sputnik1 am 4. Oktober 1957 und die Unterzeichnung des Weltraumvertrages der Vereinten Nationen 1967 würdigt. Die International Space Week findet jährlich zwischen dem 4. und 10. Oktober statt. In diesem Jahr gibt es Veranstaltungen in mehr als 50 Nationen.

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