„Jugend forscht 2006“

26 Januar 2006

Es ist zu einer guten Tradition geworden: Das Europäische Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt ist wieder Gastgeber der Regionalrunde Hessen-Süd des jährlich stattfindenden bundesweiten Wettbewerbes „Jugend forscht“. Am 9. Februar werden dort mehr als 100 Teilnehmer ihre Forschungsprojekte präsentieren.

„Es gibt immer etwas zu entdecken“ – unter diesem Motto startet in wenigen Tagen der 41. Wettbewerb von „Jugend forscht“.
Seit 1965 sucht Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb die Forscher von morgen. Die Jugendlichen und Schüler bewerben sich mit selbst gewählten, oft sehr originellen und zündenden Forschungsprojekten um die ersten Plätze, die mit Geld- oder Sonderpreisen – Reisen, Forschungsaufenthalte, Einladungen zu internationalen Forschungscamps – belohnt werden.

Die Besten dürfen ihre Arbeiten dann auf den nächsten Ebenen, dem Landeswettbewerb oder später sogar dem Bundeswettbewerb, vorstellen. Denn „Jugend forscht“ wird dreistufig ausgetragen: auf Regionalebene, Landesebene sowie auf Bundesebene. Es ist mittlerweile europaweit der größte Wettbewerb für Jugendliche in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Die Besten aus Deutschland haben die Chance, an einem internationalen Wettbewerb europäischer Länder teilzunehmen.

Für viele war „Jugend forscht“ der Start für eine erfolgreiche Karriere als Wissenschaftler. Unter den Preisträgern vergangener Jahre finden sich etwa der Vater der Pisa-Studie, Andreas Schleicher, der Gründer von SUN Microsystems, Andreas von Bechtolsheim, oder die Grundlagenforscherin Gisela Anton.

Erste Hürde: Regionalwettbewerb

Doch zunächst muss die erste Hürde, der Regionalwettbewerb genommen werden. 53 Jugendliche beteiligen sich in der Region Hessen-Süd mit 27 Projekten an „Jugend forscht“. Und 58 Schüler fiebern aufgeregt ihrem Auftritt bei „Schüler experimentieren“, dem Veranstaltungsteil für die Jüngeren entgegen. Besonders sie können sich mit dem diesjährigen Logo identifizieren, denn die meisten von ihnen sind vor gar nicht allzu langer Zeit noch auf „Entdeckungsreise“ gegangen, wenn sie ein Überraschungs-Ei geöffnet haben.

Wettbewerbsarbeiten können in sieben Fachgebieten eingereicht werden: Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik, Technik oder Arbeitswelt. Die in diesem Jahr vorliegenden Projekte sind mit Ausnahme von Mathematik/Informatik (1 Teilnehmer) gleichmäßig über die Fachgebiete verteilt.

Brandbekämpfung im Weltraum

Gespannt erwartet ein Teilnehmer bei Jugend forscht 2005 die Jury

Besonders erfreut sein werden die Verantwortlichen des ESOC über sechs Projekte, die sich mit spannenden Themen aus der Weltraumforschung beschäftigen. So stehen im Focus der Jugendlichen beispielsweise die „Brandbekämpfung im Weltraum“, die „Berechnung der Flugbahn von Körpern im All“ oder „Modelluntersuchungen der Lichtkurve des bedeckungsveränderlichen Sterns Algol“.

Und selbst die kleineren Schüler unterliegen der Faszination des Weltalls. Sie wollen beispielsweise zeigen, wie die magnetischen Gezeiten der Erde funktionieren, Pflanzen unter künstlicher Gravitation wachsen oder ein Triebwerk mit Hilfe der Lorentzkraft arbeitet.

Hier zeigt sich auch der Nutzen für die ESA als Sponsor der Veranstaltung, denn der Wettbewerb eignet sich hervorragend zur Talentsuche. Schließlich sind aus einigen erfolgreichen Teilnehmern von einst heute bekannte Wissenschaftler oder Ingenieure geworden.

Stichtag: 9. Februar 2006

Nur noch wenige Tage vergehen bis zum Wettbewerb am 9. Februar in den Räumen des Europäischen Satellitenkontrollzentrums ESOC in Darmstadt. Dann werden die Teilnehmer ihre Arbeiten einer hochkarätigen Jury präsentieren. Bereits am Nachmittag werden die Sieger gekürt. Für die Besten geht es in die nächste Runde zum Landeswettbewerb.

Nach getaner Arbeit können die Jugendlichen dann hautnah in die unendlichen Weiten des Weltraums eintauchen. Auf einer exklusiven Führung durch das Satellitenkontrollzentrum lernen die Jugendlichen die Schaltzentrale der europäischen Raumfahrt kennen. Anschließend wird der Leiter für Planetare Missionen, Dr. Manfred Warhaut, sie in die "Treibhaushölle" entführen und die neue spektakuläre ESA-Mission Venus Express vorstellen.

Ansprechpartner ESA/ESOC

Jean-Jacques Gujer
Jugend Forscht Patenbeauftragter
ESA/ESOC
Tel.: 0 61 51 - 90 2497
Email: Jean-Jacques.Gujer@esa.int

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