Licht aus! – André passt auf!

André Kuipers in der Cupola
30 März 2012

Schalten Sie am Samstag während der Earth Hour Ihre Lichter zu Hause aus? ESA Astronaut André Kuipers achtet aus der Internationalen Raumstation ISS darauf, dass Sie es tun.

Earth Hour ist ein weltweites Bestreben, das Bewusstsein um die Notwendigkeit zu steigern, dem Klimawandel entgegen zu wirken. Um 20:30 Ortszeit am Samstag schalten Menschen weltweit unnötige Lichter aus. WWF Botschafter André Kuipers und die ESA steuern ihren Teil dazu bei.

Europa: Lichter in der Nacht

Der weltweite Energieverbrauch ist in den letzten Jahren rasant angestiegen. Besonders augenfällig wird dies durch die von Menschen produzierte Menge Licht verdeutlicht, das aus dem All zu sehen ist. Diese Animation von zwei Satelliten-Nachtaufnahmen zeigt, wie viel heller Europa innerhalb von nur zehn Jahren geworden ist.

Astronauten auf der Internationalen Raumstation haben die seltene Gelegenheit, unseren Planeten von weit oben zu betrachten, ohne Grenzen und in seiner vollen Schönheit. André nennt unsere Heimat „Raumschiff Erde“. Aus dem All ist deutlich zu sehen, wie schön und zugleich fragil unser Planet ist.

André konnte Polarlichter, in diesem Fall eine Aurora Australis, unter der Internationalen Raumstation filmen. Dieses wunderschöne Naturschauspiel wird durch das Bersten von Sonnenpartikeln verursacht, die durch das Erdmagnetfeld in die Atmosphäre eindringen.

ESA's magnetic field misssion
Swarm

Um Auroras zu verstehen, müssen wir die Erde in einer Weise betrachten, die dem Menschen normalerweise nicht möglich ist. Satelliten haben einen Blick auf die Atmosphäre, Eis- und Landmassen, der dem menschlichen Auge verwehrt ist.

Swarm, ein neues Trio von ESA Satelliten, das dieses Jahr starten wird, wird das Magnetfeld unserer Erde vermessen und den bislang besten Überblick über das uns vor den Sonnenwinden schützende Erdmagnetfeld liefern. Darüber hinaus wird die Mission auch neue Einblicke in das Erdinnere ermöglichen.

Die ISS über der Abenddämmerung

Die ESA hat sich verpflichtet, die Erde vom All aus zu beobachten. Unsere Satelliten liefern seit 1977 Daten an Wissenschaftler, um die Einwirkung der Menschen auf das Ökosystem unseres Planeten zu überwachen.

Wenn André sich trotz seinen straffen Arbeitsplans ein wenig Zeit nehmen kann, wird er für die Earth Hour Fotos und Videos aus dem All aufnehmen. Wir hoffen am Samstag auf klaren Himmel, denn anders als einige ESA Satelliten kann André nicht durch Wolken oder gar die Erdkruste schauen, aber er kann sicherlich die atemberaubende Schönheit unseres Planeten festhalten.

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