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    Mars500: Ein erfolgreicher Schritt auf dem Weg zum Mars

    Die "Marsmenschen" sind wieder unter uns
    6 November 2011

    Mit der Öffnung der Luke des Habitats „Mars500“ endete am 4. November 2011 in Moskau das anspruchsvollste und zugleich längste Isolationsexperiment in der Geschichte der Raumfahrt. Die sechsköpfige Crew aus Russland, Frankreich, Italien und China hatte 520 Tage wie in einem Raumschiff gelebt und dabei einen Flug zum Roten Planeten simuliert, einschließlich der Landung auf dem Mars mit drei Ausstiegen. Die ESA war mit dem Franzosen Romain Charles und dem Italo-Kolumbianer Diego Urbina an vorderster Front dabei.

    Forschungsziel erreicht

    Bei dem Langzeitexperiment ging es nicht um technisch-technologische Probleme eines Marsfluges. Vielmehr wollten die internationalen Forscherteams die psychologischen, medizinischen, physiologischen und mikrobiologischen Auswirkungen der Langzeitisolation auf Körper und Geist des Menschen untersuchen.

    Hierzu führte die Crew annähernd 100 Experimente von Wissenschaftlern aus 40 Nationen durch, darunter elf Experimente aus Deutschland. Auch wenn die Auswertung der zahlreichen Daten, Proben und Befunde noch geraume Zeit in Anspruch nehmen wird, ist heute bereits klar, dass die simulierte Mars-Reise ihr Forschungsziel in jeder Hinsicht erreicht hat. „Vor allem ist der wichtige Beweis erbracht worden, dass der Mensch psychisch in der Lage ist, einen 520-Tage-Trip zum Mars zu unternehmen“, betont Christer Fuglesang, ehemaliger ESA-Astronaut und Leiter der Abteilung Wissenschaft und Anwendungen der ESA-Direktion für Bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb.

    Aufwändigstes Isolationsexperiment

    Erste medizinische Checks

    Mit dem spektakulären Experiment Mars500 haben die Wissenschaftler nicht nur zeitliches Neuland betreten. Bisherige Isolations- oder Bedrest-Studien lagen gewöhnlich deutlich unter einem Jahr. Niemals zuvor ist eine Isolationsstudie derart aufwendig vorbereitet und minutiös abgesichert worden. Die Gesamtkosten in Höhe von zehn Millionen Euro tragen im Wesentlichen die Raumfahrtagenturen Russlands und Europas, Roskosmos und ESA.
    Für die internationale Forscherwelt stellt das geschlossene Habitat mit Vertretern verschiedenster Kulturen, die definierten Extrembedingungen ausgesetzt und rund um die Uhr von Kameras überwacht werden, ein Paradies dar. Die Nachfrage nach Forschungskapazitäten war so groß, dass nicht alle Experimentwünsche berücksichtigt werden konnten. Trotzdem wird die Aufarbeitung des außerordentlich guten, aber gigantischen Daten- und Probenmaterials die Wissenschaft noch etliche Zeit beanspruchen.
    Übereinstimmend stellten die Forscher jedoch schon jetzt fest, dass die Probandengruppe sehr gut ausgesucht worden war. Die Ergebnisse werden nicht nur ein erster Schritt in Richtung bemannter Flug zum Mars sein. Hervorzuheben ist der immense Nutzen für die Medizin auf der Erde, denn die Ergebnisse der Experimente werden „irdischen“ Patienten zugutekommen.

    In diesem Special werden neben dem „Mars500“-Habitat der Ablauf der 520-Tage-Mission sowie die elf deutschen Experimente vorgestellt, zu denen teilweise auch erste Ergebnisse vorliegen:

    1. Das Moskauer Mars-Habitat
    2. Die Höhepunkte des Experimentes Mars500
    3. Die richtige Ernährung für Astronauten
    4. Riesiges Forschungsfeld für Psychologen
    5. Wie leistungsfähig bleibt der Mensch?
    6. Wie tickt die innere Uhr des Menschen bei Langzeitisolation?
    7. Schutz gegen blinde Weltraum-Passagiere

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        • Das Moskauer Mars-Habitat
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                  • Wie tickt die innere Uhr des Menschen bei Langzeitisolation?
                    • Schutz gegen blinde Weltraum-Passagiere
                    • Links zum Thema
                    • Institute of Biomedical Problems (IBMP)
                    • Mars500 (IMBP)
                    • Zentrum für Weltraummedizin, Charité Berlin
                    • Charite ZMK
                    • DLR Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin

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